DAS UNABHÄNGIGE FILMJOURNALHorrOctober2026
filmbuZZer
← Zurück zu den FilmenFILMKRITIK / 2025

Henry Danger – Der Film: Lebendiges Comeback mit zu vielen Welten

Jace Norman und Glee Dango geben dem Superheldenabenteuer Charme. Die volle Handlung lässt manche Figur und manchen Witz zu kurz kommen.

Henry Danger – Der Film ⚡ Funktioniert der Sprung von der Serie zum Film?
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Als lang erwartete Fortsetzung der beliebten Nickelodeon-Serie "Henry Danger" bringt dieser Film den jugendlichen Superhelden Kid Danger zurück auf die Bildschirme und verspricht sowohl für treue Fans als auch für Neulinge ein unterhaltsames Abenteuer.

Die Handlung setzt einige Jahre nach den Ereignissen der Serie ein. Henry Hart, alias Kid Danger (gespielt von Jace Norman), hat seinen Tod vorgetäuscht und lebt nun in der düsteren Stadt Dystopia, wo er gemeinsam mit seinem besten Freund Jasper Verbrechen bekämpft. Ihr neuester Gegner ist der finstere Schurke Blackout, der plant, die Energieversorgung der Stadt lahmzulegen.

Parallel dazu tritt Missy Martin (gespielt von Glee Dango) auf den Plan, eine leidenschaftliche Anhängerin von Kid Danger. Sie stiehlt ein Gerät namens R.A.D. (Reality Altering Device), mit dem sie alternative Realitäten erschaffen kann. In dem Versuch, ihren Helden zurückzubringen, aktiviert sie das Gerät und zieht Henry aus Dystopia in ihre eigene Welt. Dies führt zu einer turbulenten Reise durch verschiedene von Missys Fantasie geschaffene Dimensionen, in denen Henry und Missy auf skurrile Charaktere und gefährliche Herausforderungen stoßen.

Jace Norman schlüpft erneut in die Rolle des Henry Hart/Kid Danger und bringt die gewohnte Mischung aus Charme und Heldentum mit. Seine Darstellung zeigt eine gereifte Version des Charakters, der mit inneren Konflikten und der Verantwortung seines Doppellebens ringt. Sean Ryan Fox als Jasper liefert humorvolle Momente und ergänzt das Duo mit seiner unkonventionellen Art.

Glee Dango als Missy Martin bringt frischen Wind in die Geschichte. Ihre Darstellung einer enthusiastischen, aber manchmal überforderten Superfanatikerin verleiht dem Film Tiefe und zeigt die Auswirkungen von Heldenverehrung auf das eigene Leben. Die Chemie zwischen Norman und Dango ist spürbar und trägt maßgeblich zur Dynamik des Films bei.

Die Regie von Joe Menendez führt die Zuschauer geschickt durch die verschiedenen Dimensionen und sorgt für flüssige Übergänge zwischen den Welten. Die visuellen Effekte sind beeindruckend und verleihen den alternativen Realitäten eine eigene, unverwechselbare Ästhetik. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Vampir-Version von Piper Hart (gespielt von Ella Anderson), die eine humorvolle und zugleich bedrohliche Präsenz aufweist.

Trotz der vielen positiven Aspekte weist der Film einige Schwächen auf. Die Handlung wirkt stellenweise überladen, da versucht wird, mehrere alternative Realitäten in die begrenzte Laufzeit von sechsundachzig Minuten zu quetschen. Dies führt dazu, dass einige Szenen gehetzt wirken und bestimmten Charakteren nicht genügend Entwicklungsspielraum gegeben wird. Insbesondere Missys Hintergrundgeschichte hätte mehr Tiefe verdient, um ihre Motivation nachvollziehbarer zu machen.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Humor des Films. Während die Serie für ihren kindgerechten, aber cleveren Witz bekannt ist, greift der Film gelegentlich auf flache oder vorhersehbare Gags zurück, die nicht immer zünden. Zudem gibt es einige Anspielungen und Witze, die für jüngere Zuschauer möglicherweise nicht geeignet sind, was Eltern berücksichtigen sollten.

"Henry Danger – Der Film" bietet eine unterhaltsame Fortsetzung für Fans der Originalserie. Die Kombination aus actiongeladenen Szenen, humorvollen Momenten und nostalgischen Anspielungen sorgt für ein kurzweiliges Filmerlebnis. Dennoch hätten eine fokussiertere Handlung und eine tiefere Charakterentwicklung dem Film gutgetan. Für langjährige Anhänger von Kid Danger ist der Film sicherlich ein Muss, während Neulinge möglicherweise einige Vorkenntnisse benötigen, um alle Feinheiten und Referenzen vollständig zu verstehen.

Die Kritik auf YouTubeDu schaust lieber zu? Dieser Artikel gehört zur veröffentlichten filmbuZZer-Kritik.Kritik auf YouTube ansehen