Ein Rückzug, der alle in Bewegung bringt
Mickey Pearson hat ein großes Marihuana-Geschäft aufgebaut und möchte aussteigen. Sobald sich das herumspricht, versuchen verschiedene Konkurrenten, aus dieser Gelegenheit ihren Vorteil zu ziehen. Guy Ritchie macht daraus ein Spiel aus Täuschung, Verhandlungen und wechselnden Interessen. Viel mehr muss man vorab nicht wissen: Gerade das gegenseitige Ausspielen der Figuren bringt den Spaß.
Die Dialoge tragen den Stil
Für mich ist The Gentlemen eine Rückkehr zu der Gangsterkomödie, die Ritchie schon mit seinen früheren Filmen so gut beherrscht hat. Die Sprache ist witzig, clever und ausgesprochen cool. Der Film besitzt einen vertrauten Ton, fühlt sich dabei aber eigenständig an. Wer solche Dialoge liebt, bekommt viel Vergnügen; der teilweise deutlich vulgäre Humor könnte andere allerdings abschrecken.
Ein Ensemble, das sichtbar Spaß macht
Matthew McConaughey, Charlie Hunnam, Henry Golding und Michelle Dockery bilden bereits eine starke Besetzung. Colin Farrell, Hugh Grant und Jeremy Strong bringen zusätzliche Energie hinein. Auch die Action ist wirkungsvoll und stellenweise überraschend inszeniert. Ritchie, der ebenfalls am Drehbuch und an der Produktion beteiligt ist, kann seinen Stil hier sehr geschlossen entfalten.
Fazit
The Gentlemen macht mir sehr viel Spaß. Die Darsteller, das gegenseitige Betrügen und die pointierten Gespräche verbinden sich zu einer sehr empfehlenswerten Gangsterkomödie. Die grobe Sprache ist ein erkennbarer Teil des Tons, kein Detail, das man übersehen sollte. Wer Ritchies frühere Gangsterfilme mag, dürfte sich hier gut aufgehoben fühlen. Meine Wertung: 8 von 10 Punkten.
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