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Runner (2026): Kritik

Alan Ritchson und Owen Wilson geben diesem vertrauten Actionthriller Herz und Tempo. Sichtbare Effekte und übertriebenes Heldenpathos bremsen die Fahrt gelegentlich aus.

Runner 💪 Alan Ritchson Delivers the Chaos
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Alan Ritchson und Owen Wilson sollen gemeinsam einen Actionfilm tragen. Geht diese ungewöhnliche Kombination auf, oder stehen sie sich im Weg?

Runner ist ein Actionthriller aus dem Jahr 2026. Scott Waugh, der Regisseur von Need for Speed und The Expendables 4, verbindet darin einen Actionthriller mit Buddy-Humor. In den Hauptrollen treffen Reacher-Star Alan Ritchson und Owen Wilson aufeinander.

Ritchson spielt den ehemaligen Soldaten Hank Malone, der in Australien als Kurier arbeitet. Gemeinsam mit dem medizinischen Kurier Ben Bishop soll er eine Spenderleber zu einem schwer kranken Mädchen bringen. Ein Kartell will das Organ ebenfalls haben. Aus einer dringenden Lieferung wird eine Verfolgungsjagd, bei der jede Verzögerung gefährlich wird.

Die Geschichte ist schnell erklärt, und genau das passt zu diesem Film. Runner braucht kein kompliziertes Rätsel, um einen mitzunehmen. Ein Kind wartet auf Hilfe, zwei Männer müssen durchkommen. Entscheidend ist, ob man ihnen diese Fahrt auch abnimmt. Und dafür bringt Ritchson mehr mit als seine beeindruckende Statur.

Ein Held mit Verletzlichkeit

Hank versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Er lernt Französisch, arbeitet an sich und würde Ärger lieber vermeiden. Ritchson spielt diese Gutmütigkeit angenehm selbstverständlich. Dadurch bekommt sein Held etwas Verletzliches, ohne dass seine Durchsetzungskraft unglaubwürdig wird. Man möchte, dass dieser Mann Erfolg hat, bevor er den ersten Gegner aus dem Weg räumt.

Wilson sorgt als redseliger Ben für den passenden Gegenpol. Seine gelassene Art trifft auf Hanks angespannte Konzentration. Daraus entstehen die besseren komischen Momente, auch wenn längst nicht jeder Spruch sitzt. Ben bleibt als Figur etwas dünn, doch Wilsons Timing macht viel daraus. Mit der Zeit wird aus dem anstrengenden Mitfahrer jemand, für den Hank Verantwortung übernimmt. Diese Annäherung trägt den Film stärker als die einzelnen Witze.

Action mit Gewicht

Waugh weiß außerdem, was er mit Ritchsons Körper anfangen kann. Die Kämpfe nutzen die Umgebung, Treffer haben Gewicht, und die Verfolgungsjagden liefern ordentlich Tempo. Die Härte überrascht angesichts des lockeren Humors durchaus. Gerade dieses Nebeneinander hält Runner lebendig: Man kann über die beiden schmunzeln und ihnen im nächsten Moment die Bedrohung abnehmen.

Wo der Motor stockt

Ganz sauber läuft der Motor allerdings nicht. Sichtbare Computereffekte nehmen manchen Stunts die Wucht. Das Drehbuch hält zwischendurch für Erklärungen an, obwohl eigentlich jede Minute zählt. Rodrigo Santoros Gegenspieler sorgt für Druck, bleibt aber überwiegend eine bekannte Gangsterfigur. Hier hätte etwas mehr Eigenständigkeit gutgetan.

Interessanter ist, was der Auftrag für Hank bedeutet. Er bekommt die Gelegenheit, seine Fähigkeiten zum Schutz eines anderen Menschen einzusetzen und wieder Vertrauen zuzulassen. So erhält die Action einen emotionalen Grund. Das funktioniert besonders im Zusammenspiel mit Ben. Sobald der Film seine Botschaft aber noch kräftig unterstreicht, wird aus nachvollziehbarem Gefühl etwas zu viel Heldenpathos.

Fazit

Runner macht aus einer vertrauten Geschichte einen unterhaltsamen Actionabend. Ritchson trägt die Kämpfe, Wilson gibt ihm einen guten Spielpartner, und die gemeinsame Reise hat genügend Herz. Für einen herausragenden Genrefilm fehlt die Konsequenz, für eine klare Empfehlung reicht es: 7 von 10 Punkten.

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