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Fear Street: Prom Queen – Die Retro-Party bleibt schal

Ball-Rivalitäten und blutige Nostalgie bieten einen brauchbaren Slasher-Auftakt. Dünne Figuren und die konstruierte Auflösung verschenken ihn.

Fear Street: Prom Queen 👑 80er-Slasher mit echtem Partyfaktor?
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Als Fan der bisherigen Fear Street-Filme war ich natürlich gespannt, wie sich dieses neue Kapitel schlägt. Die Vorlage stammt, wie gehabt, von R. L. Stine, spielt diesmal im Jahr neunzehnhundertachtundachtzig und verspricht Slasher-Highschool-Horror mit Krönchen, Lippenstift und Blutspur. Leider bleibt das meiste davon bloße Versprechung.

Die Geschichte dreht sich um Lori Granger, eine eher schüchterne Außenseiterin an der Shadyside High, die sich aus unerfindlichen Gründen entscheidet, bei der Wahl zur Prom Queen mitzumachen. Doch kaum geht der Zickenkrieg los, beginnt ein maskierter Killer, die Kandidatinnen der Reihe nach zu eliminieren. Lori wird zur Hauptverdächtigen – und gleichzeitig zur einzigen, die der Wahrheit auf die Spur kommen könnte.

Klingt nach klassischem Teenie-Horror, und das will der Film auch sein: ein augenzwinkernder Retro-Slasher, irgendwo zwischen Satire und Ernst. Aber was gut gemeint ist, kommt hier einfach nicht auf den Punkt. Die Figuren bleiben Pappkameraden, und obwohl der Film mit klassischen Tropen spielt – Cheerleader, geheime Affären, dunkle Vergangenheit – fehlt ihm der Biss. Statt eines cleveren Spiels mit Genre-Konventionen bekommen wir eine dünne Abfolge an Jump-Scares, schlechte Dialoge und eine Auflösung, die so konstruiert wirkt wie ein Rätsel in einem mittelmäßigen Escape Room.

Spoiler: Das Ende erklärtNur öffnen, wenn du die Auflösung erfahren möchtest.

Die Enthüllung, dass gleich eine ganze Familie hinter den Morden steckt, soll wohl schockieren – ist aber leider eher lächerlich. Es fehlt der emotionale Unterbau, der das Motiv glaubwürdig macht. Alles wirkt wie ein Versuch, besonders „meta“ oder „smart“ zu sein, aber der Film ist schlicht nicht clever genug dafür.

Was immerhin funktioniert: Die Hauptdarstellerinnen. India Fowler als Lori ist glaubwürdig und sympathisch, sie rettet mit ihrer Präsenz so manche Szene. Katherine Waterston bringt als Nancy Falconer zumindest etwas Gravitas in den Cast. Aber auch sie hat kaum Material, mit dem sie wirklich arbeiten kann. Die Regie von Matt Palmer bleibt seltsam unentschlossen – der Film weiß nicht, ob er ironisch oder ernst sein will, und bleibt so irgendwo dazwischen stecken, ohne je wirklich Spannung oder Stimmung aufzubauen.

Das Produktionsdesign ist solide – Schulterpolster, Neonfarben und Kassettenspieler sind da – aber die Achtziger-Ästhetik bleibt an der Oberfläche kleben. Statt echter Nostalgie oder Atmosphäre wirkt vieles wie aus dem Requisitenfundus einer Halloween-Party. Auch musikalisch bleibt der Film blass: Kein einziger Song bleibt hängen, keine Szene wird durch Sound wirklich getragen. Schade, denn ein starker Score hätte einiges retten können.

Unterm Strich ist Fear Street: Prom Queen ein Rückschritt für die Reihe. Nach dem gelungenen Triptychon von zweitausendeinundzwanzig hatte ich gehofft, man würde mit frischen Ideen weitermachen. Stattdessen fühlt sich der Film an wie ein müder Nachzügler, der nicht weiß, was er eigentlich erzählen will. Wer einfach nur Lust auf ein bisschen blutige Unterhaltung mit bekanntem Muster hat, kann reinschauen – aber selbst in diesem Genre gibt es deutlich Besseres.

Für mich bleibt: nette Ansätze, verschenktes Potenzial, und eine klare Erinnerung daran, dass Slasher nicht einfach sind – gerade dann nicht, wenn man so tut, als wären sie es.

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