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Winnie the Pooh: Blood and Honey 2 (2024): Kritik

Mehr Aufwand und härtere Effekte reichen nicht aus: Die Fortsetzung findet keine überzeugende Balance zwischen Slasher und größerer Geschichte.

Winnie the Pooh: Blood and Honey 2 🩸 Besser als der Trash-Vorgänger?
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Größere Ambitionen, dieselbe Grundidee

Rhys Frake-Waterfield setzt die Horrorversion der vertrauten Kinderfiguren mit deutlich größerem Aufwand fort. Christopher Robin bleibt mit den Folgen der Bedrohung aus dem Hundertmorgenwald verbunden; Pooh und seine Begleiter bringen weitere Gewalt in seine Umgebung.

Der Film will dabei mehr sein als eine bloße Wiederholung der ersten Slasher-Idee. Er erweitert die Geschichte, versucht emotionale Hintergründe aufzubauen und spielt mit einer Metaebene. Gerade dieses Mehr an Ansätzen macht ihn allerdings nicht schlüssiger.

Effekte stärker als Figuren

Die blutigen Effekte sind eine erkennbare Verbesserung. Wer vor allem drastische Gewalt sucht, findet hier aufwendiger gestaltete Szenen als zuvor. Vince Knights dunkle Bilder unterstützen den Horror, bleiben im Gesamteindruck jedoch recht monoton.

Bei den Figuren fehlt die entsprechende Entwicklung. Scott Chambers macht als Christopher Robin einen ordentlichen Eindruck, kann die Schwächen des Drehbuchs aber nicht ausgleichen. Ryan Olivas Pooh und die übrigen bedrohlichen Gestalten gewinnen durch mehr Präsenz nicht automatisch an Persönlichkeit.

Eine überladene Erzählung

Die zusätzlichen Hintergründe sollen Tiefe schaffen, wirken jedoch oft aufgesetzt. Die Metaideen greifen nicht überzeugend ineinander, und die emotionalen Passagen erreichen selten die beabsichtigte Wirkung. Statt den Film zu verdichten, unterbrechen die Erweiterungen zu häufig seinen Zusammenhang.

Das betrifft auch die Nebenfiguren und Beziehungen. Sie erhalten Platz, ohne dadurch unbedingt interessanter zu werden. Es fehlt eine klare Entscheidung, welche Art von Film diese Fortsetzung sein möchte und wie ihre verschiedenen Teile zusammenpassen sollen.

Fazit

Blood and Honey 2 hat bessere Effekte und sichtbar mehr Mittel, ist für mich aber weiterhin keine überzeugende Horrorerzählung. Die überladene Handlung und die flachen Figuren wiegen schwerer als der technische Fortschritt. Genrefans mit niedrigen Erwartungen können an der Härte Spaß haben; mehr Aufwand bedeutet hier nicht den besseren Film.

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