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The Roommate: Ein Obsessionsthriller auf Autopilot

Leighton Meester sorgt für die Bedrohung. Das vorhersehbare Drehbuch lässt sie damit allein.

The Roommate traps you in a DARK OBSESSION 🌀
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Es ist einer dieser Filme, bei denen man nach zwanzig Minuten weiß, wohin die Reise geht, und trotzdem bleibt man sitzen, in der Hoffnung, dass noch irgendetwas Überraschendes passiert. Passiert aber nicht.

Die Geschichte: Sara fängt ihr Studium in Los Angeles an und zieht in ein Wohnheim. Dort bekommt sie Rebecca als Mitbewohnerin. Anfangs wirkt alles ganz normal. Rebecca ist etwas ruhig, aber freundlich – fast zu freundlich. Und dann geht’s langsam los: Sie wird kontrollierend, manipulativ, eifersüchtig. Sie kopiert Saras Stil und versucht, ihre Freunde aus ihrem Leben zu drängen. Die Eskalation folgt den erwartbaren Mustern eines Psychothrillers.

Was wirklich schade ist: Die Idee hätte funktioniert. Das Motiv der obsessiven Mitbewohnerin ist nicht neu, aber es funktioniert, wenn man es frisch erzählt. Stattdessen bekommt man hier eine Szene nach der anderen, die man gefühlt schon in zig anderen Filmen gesehen hat – nur dort war es besser geschrieben. Der Film zieht sich durch sämtliche Klischees, ohne sie auch nur einmal zu brechen oder clever auszuspielen. Spannung baut sich kaum auf, weil man jeden Schritt meilenweit vorhersehen kann.

Trotzdem – und das muss man sagen – Leighton Meester rettet mit ihrer Performance das, was noch zu retten ist. Sie schafft es, Rebecca eine unheimliche Energie zu geben, manchmal leise, manchmal richtig bedrohlich. Man schaut ihr gerne zu, auch wenn das Drehbuch sie im Stich lässt. Minka Kelly als Sara bleibt hingegen austauschbar. Ich bin trotzdem Fan, da sie North in Detroit Become Human spielte und ich damals um sie weinte. Sie wirkt hübsch, hilflos, verängstigt – aber das war’s auch. Man erfährt wenig über sie, sie wirkt mehr wie eine Figur aus einer Seifenoper als jemand, mit dem man wirklich mitfiebert.

Regietechnisch ist das alles solide, aber uninspiriert. Licht, Kamera, Musik – alles wirkt wie nach Bauplan zusammengefügt. Nichts tut wirklich weh, aber nichts überrascht auch. Selbst die düsteren Momente fühlen sich wie eine Checkliste an, die abgehakt wird. Und warum der Film sich so vor echter Härte drückt, bleibt ein Rätsel – er kratzt ständig am Genre, will aber nie richtig rein. Ein paar Mutpunkte mehr, und er hätte wenigstens provozieren können.

Für mich bleibt am Ende ein Film, der ein paar starke Ansätze hatte, aber viel zu glattgebügelt daherkommt. Kein Nervenkitzel, kein echtes Drama, keine Tiefe. Nur eine hübsch verpackte Enttäuschung. Drei von fünf Punkten – mehr ist da nicht drin.

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