Drei Menschen in einer verschneiten Hütte
Richard plant Weihnachten mit seiner neuen Partnerin Grace und seinen beiden Kindern in einer abgelegenen Hütte. Die Kinder begegnen ihr von Anfang an mit Misstrauen. Als Richard für einige Tage wegmuss, bleiben die drei allein zurück. Unheimliche Ereignisse verschärfen die ohnehin gespannte Lage. Über die weitere Entwicklung möchte ich so wenig wie möglich verraten.
Der Horror wächst langsam
The Lodge ist kein Spektakel aus ständigen Jump Scares. Veronika Franz und Severin Fiala erzählen langsam und lassen die Atmosphäre immer bedrückender werden. Die glaubwürdigen Darstellungen helfen mir, die Situation ernst zu nehmen. Ich fürchte um die Figuren und gleichzeitig davor, wohin die Geschichte führen könnte. Genau diese Unsicherheit trägt den Horror.
Ein Film, der mit meinem Vertrauen spielt
Immer wieder glaube ich zu verstehen, was geschieht, bevor eine neue Situation diese Sicherheit erschüttert. Das hat für mich mehr Wirkung als eine offen vorgeführte Bedrohung. Der Film geht unter die Haut und hinterließ ein unangenehmes Gefühl, das ich nach dem Abspann erst verarbeiten musste. Gerade deshalb wäre eine ausführliche Nacherzählung seiner Wendungen hier der falsche Weg.
Fazit
Wer atmosphärischen Horror wie Hereditary oder Der Babadook mag, kann sich The Lodge gut ansehen. Seine Stärke liegt in der langsamen Verunsicherung und der zunehmend beklemmenden Situation. Ich kann ihn empfehlen, möchte seine entscheidenden Entwicklungen aber ausdrücklich nicht vorwegnehmen. Meine Wertung: 6,5 von 10 Punkten.
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