Unter der Regie von Lars Jessen und Jan Georg Schütte ist diese Impro-Komödie ein weiteres Projekt des erfolgreichen Trios, das uns bereits Filme wie „Für immer Sommer 90“ und „Fraktus“ beschert hat.
Die Handlung von „Micha denkt groß“ spielt in einem heißen, trockenen Sommer in Klein-Schappleben, einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. Hier kehrt der Selfmade-Unternehmer und Game-Designer Micha (gespielt von Charly Hübner) aus Berlin zurück, um das marode ehemalige Hotel seiner Eltern in ein Luxushotel mit Wellness-Oase zu verwandeln. Seine Vision: einen Rückzugsort für gestresste Großstädter zu schaffen. Unterstützt wird er dabei von seiner Schulfreundin Tina (gespielt von Jördis Triebel) und seiner Partnerin Jenny (gespielt von Natalia Rudziewicz). Doch die Dorfgemeinschaft ist skeptisch, und die anhaltende Hitze sowie das versiegende Grundwasser erschweren das Projekt zusätzlich.
Die Regisseure Lars Jessen und Jan Georg Schütte haben erneut gezeigt, dass sie meisterhaft die Balance zwischen Humor und ernsten Themen finden. Die Improvisationskomödie schafft es, aktuelle Probleme wie Wasserknappheit und Klimawandel in eine unterhaltsame und gleichzeitig nachdenkliche Geschichte zu verpacken. Besonders gelungen ist die Darstellung der verschiedenen Dorfbewohner, die jeder für sich ein kleines Puzzleteil in Michas großer Vision sind.
Charly Hübner brilliert in der Rolle des Micha. Seine Darstellung eines Mannes, der mit großen Träumen und unerschütterlichem Optimismus gegen die Widerstände der Dorfgemeinschaft ankämpft, ist glaubhaft und berührend. Jördis Triebel als Tina und Natalia Rudziewicz als Jenny ergänzen Hübner perfekt und bieten eine wunderbare Dynamik. Jan Georg Schütte in der Rolle des pensionierten Lehrers Bernd Schlüter sorgt mit seinen Verschwörungstheorien und skurrilen Einlagen für viele Lacher.
Visuell überzeugt „Micha denkt groß“ mit einem Multikamerakonzept von Moritz Schultheiß, das die verschiedenen Perspektiven und Facetten der Dorfgemeinschaft einfängt. Die Kameraführung ist dabei unaufdringlich und lässt den Schauspielern genügend Raum für ihre Improvisationen.
Ein weiteres Highlight des Films ist die gelungene Mischung aus ernsthaften und komischen Elementen. Der Film schafft es, die Herausforderungen des Klimawandels und der Wasserknappheit in einer Weise zu thematisieren, die zum Nachdenken anregt, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen wird die Botschaft durch den Humor und die charmante Darstellung der Charaktere transportiert.
Die Produktion von „Micha denkt groß“ wurde von der Florida Film im Auftrag der ARD Degeto Film und des MDR durchgeführt. Der Film wird im Verleih von Pandora Film in die Kinos gebracht und erhielt Unterstützung vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bündnis Vereint für Demokratie.
„Micha denkt groß“ ist ein sehenswerter Film, der auf humorvolle Weise wichtige gesellschaftliche Themen anspricht. Auch wenn der Film nicht durchgängig auf höchstem Niveau spielt, bietet er doch eine unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Erfahrung.
Den Film zu Hause ansehen
Prime Video
Die aktuellen Angebote und Konditionen findest du bei Prime Video.
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Durch die Nutzung dieser Links entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.
