DAS UNABHÄNGIGE FILMJOURNALHorrOctober2026
filmbuZZer
← Zurück zu den FilmenFILMKRITIK / 2023

Spiders – Ihr Biss ist der Tod (2023): Kritik

Ein Pariser Wohnblock wird zur Falle: wirkungsvoller Kreaturenhorror mit glaubwürdigen Figuren und einem starken Gefühl räumlicher Enge.

Spiders – Ihr Biss ist der Tod 🕷️ Wie viel Angst passt in ein Pariser Hochhaus?
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Die Gefahr kommt nach Hause

Kaleb interessiert sich für exotische Tiere. Eine neue Spinne in seiner Sammlung setzt allerdings eine Bedrohung in Gang, die sich nicht auf sein Zimmer beschränken lässt. Der Wohnblock wird zum Schauplatz eines Überlebenskampfes, bei dem vertraute Wege plötzlich gefährlich sind.

Sébastien Vaniček gewinnt aus dieser überschaubaren Umgebung erstaunlich viel Spannung. Treppenhäuser, Gänge und Wohnungen verlieren ihre alltägliche Sicherheit. Die räumliche Enge ist entscheidend: Man versteht, weshalb Ausweichen hier keine einfache Lösung ist.

Menschen statt bloßer Opfer

Théo Christine gibt Kaleb eine glaubwürdige Mischung aus Energie und Unsicherheit. Auch die Beziehungen zu den übrigen Figuren haben Gewicht. Sofia Lesaffre und Finnegan Oldfield tragen dazu bei, dass die Gruppe nicht wie eine beliebige Ansammlung künftiger Opfer wirkt.

Ihre Konflikte und Bindungen machen die Gefahr persönlicher. Gleichzeitig bleibt der Wohnblock ein sozialer Raum: Abschottung und das Gefühl, von außen allein gelassen zu werden, verstärken den Horror, ohne die Kreaturenhandlung zu verdrängen.

Bilder und Geräusche unter Druck

Alexandre Jamins Kamera macht die Begrenzungen der Schauplätze spürbar und hält die Bedrohung auch in unübersichtlichen Situationen präsent. Das Zusammenspiel aus realen Spinnen und digitalen Effekten funktioniert überzeugend, statt die Tiere nur als auffällige Effektnummer vorzuführen.

Die Musik von Douglas Cavanna und Xavier Caux drängt sich nicht ständig in den Vordergrund. Geräusche und Bewegungen bekommen dadurch mehr Raum. Das verstärkt jene unangenehme Aufmerksamkeit, mit der man bald jeden Winkel des Bildes absucht.

Fazit

Spiders ist intensiver, sehr wirkungsvoll inszenierter Kreaturenhorror. Die klaustrophobischen Schauplätze und die nachvollziehbaren Beziehungen der Figuren greifen ineinander. Wer bei Spinnen ohnehin nervös wird, bekommt hier eine besonders unangenehme, aber filmisch überzeugende Erfahrung.

Werbung · Amazon-Partnerlinks

Den Film zu Hause ansehen

Prime Video

Die aktuellen Angebote und Konditionen findest du bei Prime Video.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Durch die Nutzung dieser Links entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.

Die Kritik auf YouTubeDu schaust lieber zu? Dieser Artikel gehört zur veröffentlichten filmbuZZer-Kritik.Kritik auf YouTube ansehen