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Until Dawn (2025): Kritik

Until Dawn ist die Verfilmung des bekannten Horror-Videospiels.

Until Dawn 🌙 Der Horrorfilm, in dem der Tod erst der Anfang ist
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Until Dawn ist die Verfilmung des bekannten Horror-Videospiels. Oder besser gesagt: eine Neuinterpretation. Wer eine ein-zu-eins-Umsetzung der Originalgeschichte erwartet hat, wird überrascht – aber nicht unbedingt enttäuscht. Der Film nimmt sich kreative Freiheiten, macht aber dabei vieles richtig.

Im Mittelpunkt steht Clover, gespielt von Ella Rubin, die zusammen mit ein paar Freunden in das abgelegene Tal reist, in dem ihre Schwester ein Jahr zuvor spurlos verschwunden ist. Klassischer Horror-Setup: Wald, Hütte, keine Handys, unheimliche Geräusche. Nur dass hier nichts einfach linear abläuft. Denn was wie ein typischer Slasher beginnt, wird schnell zu einem Zeitloop-Albtraum. Jedes Mal, wenn die ganze Gruppe gestorben ist, beginnt der Abend von vorn – aber mit neuen Regeln, neuen Gefahren, neuen Genre-Twists. Mal sind es maskierte Killer, mal dämonische Wesen, mal grotesker Body Horror. Das hält die Spannung nicht nur hoch, sondern sorgt auch für eine überraschende kreative Dynamik, die im Horrorkino selten geworden ist.

Was mich dabei echt überzeugt hat, ist die Vielfalt innerhalb des Horrors. Der Film spielt nicht nur mit bekannten Motiven, sondern stellt sie in jeder Wiederholung anders auf – wie eine Art Meta-Kommentar zum Genre selbst. Das funktioniert überraschend gut, weil der Film nie versucht, alles zu erklären. Stattdessen lässt er vieles im Dunkeln, was gerade bei Horrorfilmen oft besser funktioniert als jede Backstory.

Ella Rubin trägt das Ganze stark. Sie spielt Clover als eine Figur, die sich zwischen Trauma und Trotz, Angst und Wut bewegt – und dabei glaubwürdig bleibt. Michael Cimino als Max bringt emotionale Tiefe rein, während Ji-young Yoo als Megan für die nötige Spannung im Gruppendynamik-Konstrukt sorgt. Und dann ist da noch Peter Stormare, der in einer kleinen, aber entscheidenden Rolle auftaucht – eine schöne Verbindung zum Spiel und ein kleines Geschenk für Fans.

Regisseur David F. Sandberg bringt seinen bekannten Stil mit: viel Spiel mit Schatten, punktuell eingesetzte Jumpscares, dazu eine starke Bildsprache. Der Look ist hochwertig, aber nicht überproduziert – was gerade bei einem Genre wie diesem extrem wichtig ist. Die Effekte sind größtenteils praktisch umgesetzt, was dem Ganzen einen Old-School-Vibe verleiht, den ich sehr gefeiert habe.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Die Story wird in der zweiten Hälfte etwas unübersichtlich, gerade weil sie sich ständig neu erfindet. Und wer ein abgeschlossenes Ende will, wird hier nicht hundertprozentig glücklich. Aber Until Dawn will gar nicht glatt sein. Es will verstören, überraschen, fordern – und das tut es.

Unterm Strich: ein mutiger, wilder Horrortrip, der sich was traut. Für Fans des Spiels vielleicht ungewohnt, für Genrefans aber definitiv einen Blick wert.

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