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Die Bestatterin: Vertraute Ermittler, verlässliche Krimiunterhaltung

Anna Fischer und Christoph Letkowski halten den Provinzkrimi mit Charme und trockener Reibung lebendig.

Die Bestatterin – Tote leben länger: Warum dieser Tod nicht passt
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Die mittlerweile vierte Episode der Krimi-Reihe um Lisa Taubenbaum bietet erneut eine Mischung aus klassischer Ermittlungsarbeit, skurrilen Dorfcharakteren und humorvollen Momenten. Aber schafft es der Film, frischen Wind in die Reihe zu bringen oder plätschert die Geschichte nur routiniert vor sich hin?

Der Fall beginnt mit dem scheinbaren Selbstmord von Dorothea Blum, einer sechsunddreißigjährigen Frau, die nach außen hin ein unscheinbares Leben führte. Doch Lisa Taubenbaum, gespielt von der gewohnt charmanten Anna Fischer, hat ihre Zweifel. Wer die bisherigen Teile kennt, weiß, dass Lisa nicht einfach so eine polizeiliche Einschätzung akzeptiert, sondern ihre eigenen Nachforschungen anstellt. Dabei tritt sie erneut in ein spannungsreiches Zusammenspiel mit Kommissar Thomas Zellinger, den Christoph Letkowski mit gewohnt trockener Autorität verkörpert.

Die Dynamik zwischen Lisa und Thomas ist eine der Stärken des Films. Während Lisa mit ihrem unkonventionellen Charme und ihrer Neugier auftrumpft, bleibt Thomas der pragmatische, leicht genervte Ermittler, der sich von ihr mehr beeinflussen lässt, als er es zugeben will. Ihre Gespräche sind oft mit Wortwitz gespickt und verleihen dem Krimi eine angenehme Leichtigkeit.

Regisseurin Lydia Bruna inszeniert das Geschehen unaufgeregt, aber stimmungsvoll. Die malerische Kulisse des schwäbischen Umlands trägt zur atmosphärischen Dichte des Films bei. Es sind nicht die großen Actionszenen oder wendungsreichen Thriller-Momente, die diesen Film ausmachen, sondern die fein gezeichneten Figuren und ihr Umgang mit dem Verbrechen in der Provinz. Die Kameraarbeit unterstreicht dies mit ruhigen, oft fast dokumentarisch wirkenden Bildern.

Anna Fischer trägt den Film mit ihrer präsenten und lebhaften Darstellung. Lisa ist eine Figur, die mit ihrer Mischung aus Direktheit und Verletzlichkeit beim Publikum ankommt. Christoph Letkowski liefert dazu ein solides Gegenstück, wenn auch seine Rolle nicht unbedingt neue Facetten zeigt. Die Nebenfiguren sind charmant besetzt, wenn auch einige Klischees des Dorfkrimis bedient werden.

Die Bestatterin – Tote leben länger hinterlässt einen positiven Eindruck. Die Mischung aus Krimi und Humor funktioniert gut, auch wenn die Geschichte nicht unbedingt revolutionär ist. Wer die Reihe mag, wird auch an diesem Teil Freude haben. Die Inszenierung ist kompetent, die Darsteller liefern gute Leistungen und die Balance zwischen Spannung und Leichtigkeit stimmt. Kein überragender, aber ein grundsolider Provinzkrimi, der genau das liefert, was man erwartet.

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