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King’s Land (2023): Kritik

Mads Mikkelsen trägt ein kraftvolles historisches Drama über Ehrgeiz, gesellschaftliche Grenzen und den Preis des Aufstiegs.

King's Land 🌾 Mads Mikkelsen gegen die dänische Wildnis
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Ein Plan gegen die herrschende Ordnung

Ludvig Kahlen will im Dänemark des 18. Jahrhunderts die karge jütländische Heide kultivieren. Der ehemalige Soldat verbindet das Vorhaben mit der Hoffnung auf gesellschaftlichen Aufstieg. Doch sein Ehrgeiz trifft auf eine Ordnung, in der Herkunft und Besitz darüber entscheiden, wer überhaupt Ansprüche stellen darf.

Nikolaj Arcel erzählt diesen Konflikt mit spürbarer Härte. Der Widerstand des mächtigen Frederik de Schinkel ist nicht bloß ein persönliches Hindernis. Er macht sichtbar, wie wenig Raum diese Gesellschaft einem Außenseiter für Selbstbestimmung lässt.

Mikkelsens kontrollierte Stärke

Mads Mikkelsen verkörpert Kahlens Entschlossenheit mit großer Präsenz. Seine zurückhaltende Spielweise passt zu einem Mann, der Gefühle hinter seinem Vorhaben verbirgt. Simon Bennebjerg setzt als de Schinkel einen wirkungsvollen Gegenpol.

Amanda Collin bringt als Ann Barbara menschliche Wärme in die Geschichte. Durch diese Beziehung gewinnt der Film mehr als einen einfachen Wettstreit zwischen zwei Männern. Persönliche Nähe steht einem Lebensentwurf gegenüber, der zunächst ganz von Leistung und Anerkennung bestimmt ist.

Schöne Bilder einer harten Welt

Rasmus Videbæks Landschaftsbilder sind eindrucksvoll, ohne die Heide in eine romantische Kulisse zu verwandeln. Weite und Schönheit vermitteln ebenso Isolation und die Härte der Arbeit. Die Gestaltung unterstützt damit den zentralen Konflikt, statt ihn nur zu illustrieren.

Das Drehbuch von Arcel und Anders Thomas Jensen verbindet soziale Unterdrückung mit der Frage nach persönlicher Freiheit. Nicht alle Nebenhandlungen bekommen dabei die gleiche Tiefe. Einzelne dramaturgische Schwächen verhindern, dass die Geschichte durchgehend so zwingend wirkt wie ihre stärksten Szenen.

Fazit

King’s Land überzeugt als kraftvolles historisches Drama. Mikkelsen, die übrigen Darsteller und die markanten Landschaftsbilder tragen viel zu seiner Wirkung bei. Einige weniger ausgearbeitete Handlungsstränge bleiben zurück, doch der Konflikt zwischen Aufstieg und menschlicher Bindung besitzt Gewicht.

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