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Nummer 24 (2024): Kritik

Ein ruhiges, eindringliches Porträt des norwegischen Widerstandskämpfers Gunnar Sønsteby.

Nr. 24 🕵️ Wie spannend erzählt Netflix Norwegens Widerstandshelden?
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Der Film Nummer Vierundzwanzig erzählt die beeindruckende und wahre Geschichte von Gunnar Sønsteby, einem der bekanntesten Mitglieder des norwegischen Widerstands während des Zweiten Weltkriegs.

Ein Leben in zwei Zeitebenen

Nummer Vierundzwanzig unter der Regie von John Andreas Andersen nimmt sich der Aufgabe an, Sønstebys Leben in zwei Zeitebenen zu erzählen: Einerseits als junger Mann, der in den Widerstand eintritt, und andererseits als älterer Sønsteby, der auf sein Leben zurückblickt. Besonders beeindruckend ist die Leistung von Sjur Vatne Brean, der den jungen Sønsteby mit einer beeindruckenden Zurückhaltung spielt, die seine innere Entschlossenheit und seine Entwicklung vom gewöhnlichen Bürger zum Widerstandskämpfer glaubhaft macht. Erik Hivju verkörpert den gealterten Sønsteby mit Würde und Nachdenklichkeit, wodurch die emotionale Tiefe der Figur noch verstärkt wird.

Widerstand ohne großes Actionfeuerwerk

Die Handlung beginnt in Rjukan, einem kleinen Ort in Norwegen, kurz vor der deutschen Invasion. Sønsteby und seine Freunde sind anfangs unbeschwerte junge Männer, doch mit dem Einmarsch der Nazis ändert sich ihr Leben drastisch. Sønsteby entscheidet sich, unter dem Codenamen Nummer Vierundzwanzig in den Widerstand zu gehen. Der Film zeigt eindrucksvoll die wachsende Bedrohung durch die Besatzer und wie Sønsteby immer wieder sein Leben riskiert, um Sabotageakte gegen die Deutschen durchzuführen. Dabei steht nicht die große Action im Vordergrund, sondern die stetige Spannung, die sich aus den cleveren Taktiken und der Gefahr des Entdecktwerdens ergibt.

Bilder unter Besatzung

Besonders hervorzuheben ist die visuelle Umsetzung. Die Kameraarbeit fängt die düstere Atmosphäre der besetzten Städte mit gedämpften Farben und intensiven Licht-Schatten-Kontrasten ein. Die engen Gassen und verlassenen Fabrikhallen verstärken das Gefühl der Beklemmung und der ständigen Gefahr. Auch der Soundtrack unterstreicht die emotionale Tragweite der Geschichte – mal mit leisen, melancholischen Tönen, dann wieder mit dröhnenden, bedrohlichen Klängen, die die Anspannung in den entscheidenden Momenten verstärken.

Authentizität und persönliche Konflikte

Ein starkes Element des Films ist seine historische Genauigkeit. Zahlreiche Details, von der Kleidung bis hin zur Gestaltung der Schauplätze, wurden sorgfältig recherchiert und geben dem Film eine glaubwürdige Authentizität. Doch trotz der historischen Präzision bleibt der Film nicht distanziert oder kühl, sondern schafft es, durch die persönlichen Kämpfe Sønstebys und seiner Mitstreiter emotional zu berühren. Der innere Konflikt des Protagonisten, zwischen Pflichtbewusstsein und Angst um seine Lieben, ist stets spürbar.

Mut und die Opfer der Freiheit

Nummer Vierundzwanzig ist mehr als ein Kriegsfilm – es ist ein packendes Drama über Mut, Überzeugung und die Opfer, die der Kampf für die Freiheit mit sich bringt. Die ruhige, fast dokumentarische Erzählweise hebt den Film von anderen Genre-Vertretern ab und macht ihn zu einem tiefgründigen Porträt einer der wichtigsten Figuren des norwegischen Widerstands.

Fazit

Nummer 24 ist ein eindrucksvoller Film, der sowohl historisch Interessierte als auch Liebhaber anspruchsvoller Dramen begeistern wird. Seine Darsteller, die Atmosphäre und die ruhige Erzählweise machen ihn absolut sehenswert.

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