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The Fantastic Four: First Steps punktet mit Retrocharme

Die bunte Space-Age-Welt tut Marvel gut. Das Drama hält mit ihrem Charme nicht immer mit.

THE FANTASTIC FOUR: FIRST STEPS Review 🛸 Retro‑MCU oder enttäuschende Rückkehr? (2025)
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The Fantastic Four: First Steps bringt endlich frischen Wind in Marvels erste Familie. Statt sich wie schon so oft an einer düsteren Neuinterpretation zu versuchen, setzt dieser Film auf Retro-Vibes, Farbe, Charme und ein bisschen Space-Age-Nostalgie. Und das funktioniert besser, als ich es erwartet hatte.

Die Geschichte ist simpel: Die Fantastic Four existieren schon, ihre Kräfte sind etabliert, und sie leben in einer knallbunten Version der Sechzigerjahre. Es geht nicht um ein klassisches Origin-Szenario, sondern direkt um eine Galactus-Bedrohung – groß, galaktisch, Marvel-like eben. Dabei liegt der emotionale Kern aber gar nicht im kosmischen Endkampf, sondern überraschend bodenständig in der Familienkonstellation rund um Sue Storms Schwangerschaft.

Pedro Pascal als Reed Richards ist ruhig, kontrolliert, der Denker – wie es sich für Mister Fantastic gehört. Vanessa Kirby als Sue bringt viel Präsenz mit, wirkt aber manchmal zu stoisch, gerade in Momenten, wo echte emotionale Tiefe gebraucht wird. Joseph Quinn als Johnny Storm ist das lebendige Gegenstück – frech, spontan, ein bisschen over the top, aber genau das braucht die Figur. Und Ebon Moss-Bachrach macht aus Ben Grimm alias The Thing einen überraschend warmen, verletzlichen Charakter – trotz Steinoptik.

Richtig interessant wird es mit Julia Garner als Silver Surfer. Ihre Performance ist kontrolliert, fast distanziert, aber genau das passt zur Rolle. Ralph Ineson als Galactus ist groß, furchteinflößend, aber – und das ist mein größter Kritikpunkt – letztlich zu wenig genutzt. Die Bedrohung ist da, aber man spürt sie selten wirklich. Die Konfrontation im dritten Akt sieht gut aus, reißt aber emotional nicht mit.

Was den Film trotzdem trägt, ist das Design. Die Welt fühlt sich an wie ein Marvel-Comic aus den frühen Tagen: leuchtende Farben, runde Technik, ein bisschen wie The Jetsons trifft auf The Incredibles. Auch Michael Giacchinos Score unterstreicht diesen Ton – verspielt, leicht, optimistisch. Es macht Spaß, dieser Welt zuzuschauen, auch wenn sie inhaltlich nicht immer mitzieht.

Inhaltlich bleibt vieles an der Oberfläche. Charakterentwicklung? Kaum. Konflikte? Schnell gelöst. Und auch der Humor zündet nicht immer. Trotzdem bleibt am Ende das Gefühl, dass Marvel mit diesem Film ein neues Kapitel aufschlägt: weniger Zynismus, mehr Wärme. Es ist kein perfekter Film, aber ein sympathischer.

Ich gebe The Fantastic Four: First Steps sieben von zehn Punkten. Ein unterhaltsamer, visuell starker und mutig anderer MCU-Film, der zwar nicht tief geht, aber endlich mal nicht so tut, als müsste er es. Wer Marvels ersten Familienausflug ins Retro-All liebt, bekommt hier eine charmante Einladung. Wer komplexe Figuren und emotionale Schwere sucht, sollte die Erwartungen etwas drosseln.

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