The Dead Don’t Hurt von Viggo Mortensen verbindet einen epischen Western mit einer tragischen Liebesgeschichte. Der deutsche Kinostart war am 8. August 2024. Historischer Kontext und persönliche Gefühle ergeben eine interessante Dynamik.
Eine Liebe im Schatten des Bürgerkriegs
Der Film spielt im Amerika der 1860er Jahre, kurz vor dem Bürgerkrieg. Die Handlung dreht sich um die emanzipierte Frankokanadierin Vivienne Le Coudy (gespielt von Vicky Krieps) und den dänischen Einwanderer Holger Olsen (gespielt von Viggo Mortensen). Die beiden verlieben sich und versuchen, sich in der kleinen Stadt Elk Flats, Nevada, ein gemeinsames Leben aufzubauen. Doch als der Bürgerkrieg ausbricht, meldet sich Holger freiwillig, und Vivienne bleibt allein in einer von korrupten Männern dominierten Stadt zurück.
Vicky Krieps zwischen Stärke und Verletzlichkeit
Mortensen, der nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führt und das Drehbuch geschrieben hat, zeigt in seiner zweiten Regiearbeit nach "Falling" (2020) ein beeindruckendes Gespür für visuelle Erzählungen und emotionale Tiefe. Der Film, inspiriert von den Kindheitsgeschichten seiner Mutter, präsentiert eine starke weibliche Hauptfigur, die sich in einer feindlichen Umgebung behaupten muss. Vicky Krieps glänzt in ihrer Rolle als Vivienne, indem sie die Stärke und Verletzlichkeit ihrer Figur meisterhaft darstellt.
Landschaften voller Einsamkeit
Ein bemerkenswerter Aspekt des Films ist die Kameraarbeit von Marcel Zyskind, der die raue Schönheit der amerikanischen Landschaften einfängt und die Einsamkeit und Isolation der Charaktere betont. Die Wahl von Drehorten in Durango, Mexiko, und Kanada trägt zur Authentizität des Films bei und verstärkt das Gefühl, in eine vergangene Zeit einzutauchen.
Ein starkes Ensemble
Die Besetzung umfasst neben Mortensen und Krieps auch Solly McLeod als Weston Jeffries, Danny Huston als Bürgermeister Rudolph Schiller und Garret Dillahunt als Alfred Jeffries. Jeder Schauspieler bringt seine eigene Tiefe und Komplexität in die Charaktere ein, was den Film zu einer fesselnden Erfahrung macht. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Danny Huston, der den machthungrigen Bürgermeister spielt und eine bedrohliche Präsenz auf die Leinwand bringt.
Musik und Atmosphäre
Die Musik, ebenfalls von Mortensen komponiert, unterstreicht die melancholische und manchmal beklemmende Atmosphäre des Films. Das Sounddesign und die Filmmusik tragen wesentlich zur Stimmung bei und helfen, die emotionalen Höhen und Tiefen der Handlung zu betonen.
Eine glaubwürdige historische Welt
Die Szenenbilder von Carol Spier und Jason Clarke sowie die Kostüme von Anne Dixon tragen dazu bei, die historische Authentizität des Films zu wahren. Sie schaffen eine glaubwürdige Welt, die den Zuschauer in die Zeit des Bürgerkriegs versetzt und gleichzeitig die persönlichen Geschichten der Charaktere in den Vordergrund stellt.
Wenn die Erzählung an Tempo verliert
Trotz seiner Stärken hat der Film auch Schwächen. Einige Szenen wirken etwas langatmig und die Erzählung verliert gelegentlich an Tempo. Dennoch schafft es Mortensen, das Interesse des Zuschauers durch starke Performances und eine dichte Atmosphäre aufrechtzuerhalten.
Fazit
The Dead Don’t Hurt ist ein solider, visuell beeindruckender Western und ein Liebesdrama. Trotz erzählerischer Schwächen überzeugen die Darsteller und die dichte Atmosphäre. Eine moderate Empfehlung für Zuschauer, die historische Dramen mögen und ein gelegentlich ungleichmäßiges Erzähltempo akzeptieren.
Den Film zu Hause ansehen
Prime Video
Die aktuellen Angebote und Konditionen findest du bei Prime Video.
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Durch die Nutzung dieser Links entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.
