„Supergirl“ ist ein Superheldenfilm aus dem Jahr 1984. Regie führte Jeannot Szwarc, und die Hauptrolle spielte Helen Slater als Supergirl, mit Faye Dunaway, Peter O’Toole und anderen in Nebenrollen. Trotz seiner ursprünglich negativen Kritiken und enttäuschenden Boxoffice-Ergebnisse, bietet der Film einige bemerkenswerte Aspekte, die ihn im Kontext seiner Zeit und im Vergleich zu heutigen Superheldenfilmen interessant machen.
"Supergirl" erzählt die Geschichte von Kara Zor-El, die von ihrem isolierten Zuhause in Argo City zur Erde reist, um das mächtige Omegahedron zu bergen, das versehentlich auf die Erde gelangt ist, und findet sich in einem Kampf gegen die machthungrige Hexe Selena wieder, die das Omegahedron für ihre eigenen finsteren Zwecke nutzen will. Während ihres Abenteuers auf der Erde nimmt Kara die Identität von Linda Lee an, entdeckt neue Kräfte unter der Sonne der Erde und stellt sich den Herausforderungen, ihre wahre Identität zu verbergen, während sie versucht, ihre Mission zu erfüllen und Argo City zu retten.
Zunächst verdient Helen Slater Lob für ihre Darstellung der Kara Zor-El, die von ihrem isolierten Zuhause in Argo City zur Erde reist, um die lebenswichtige Omegahedron zu retten. Slater bringt eine Mischung aus Naivität, Entschlossenheit und Stärke in die Rolle ein, die Supergirl als Charakter greifbar und sympathisch macht. Ihre Performance wurde zu Recht für einen Saturn Award nominiert und steht im deutlichen Kontrast zu den übertriebenen Darstellungen von Faye Dunaway und Peter O’Toole, deren Leistungen damals für Razzie Awards nominiert wurden.
Die Handlung des Films, obwohl von einigen als konfus und unzusammenhängend kritisiert, bietet eine interessante Erweiterung des Superman-Universums, indem sie die Geschichte von Supermans Cousine erzählt. Die Idee, einen weiblichen Superhelden in den Vordergrund zu rücken, war für die 1980er Jahre durchaus progressiv und verdient Anerkennung für ihren Versuch, die Geschlechtervielfalt im Superheldengenre zu erweitern.
Die Regie von Jeannot Szwarc und die visuellen Effekte des Films sind ein Produkt ihrer Zeit. Während einige Effekte heute veraltet wirken, hatten sie zur Zeit ihrer Veröffentlichung einen gewissen Charme und trugen zur märchenhaften Atmosphäre des Films bei. Insbesondere die Flugszenen und die Darstellung von Supergirls Kräften sind hervorzuheben, da sie eine der ersten filmischen Umsetzungen einer fliegenden Superheldin darstellen.
Die Musik von Jerry Goldsmith ist ein weiterer Pluspunkt des Films. Goldsmiths Kompositionen fangen die heroische Essenz der Titelfigur ein und ergänzen die visuelle Erzählung auf wirkungsvolle Weise. Die Musik ist oft als einer der wenigen erlösenden Aspekte des Films hervorgehoben worden.
Trotz seiner Mängel, darunter eine manchmal holprige Erzählstruktur und einige überzeichnete Performances, bietet "Supergirl" einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der filmischen Darstellung von Superheldinnen. Es ist ein Film, der vielleicht nicht in allen Aspekten überzeugt, aber dennoch seinen Platz in der Geschichte des Genres verdient hat.
"Supergirl" ist ein Beispiel dafür, wie ein Film trotz kommerziellen Misserfolgs und kritischer Ablehnung eine treue Fangemeinde aufbauen und über die Jahre hinweg eine neue Wertschätzung erfahren kann. Eine erneute Betrachtung bietet eine hervorragende Gelegenheit, diesen oft übersehenen Eintrag im Superhelden-Kino neu zu entdecken und zu würdigen.
