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Slumdog Millionär (2008): Kritik

Danny Boyles Film verbindet eine Quizshow mit einer bewegenden Lebensgeschichte. Für mich ist er großes, emotionales Kino.

Slumdog Millionär 💰 Warum dieser Oscar-Hit noch immer berührt
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Eine Quizshow als Zugang zu einem ganzen Leben

Jamal steht in einer indischen Quizshow kurz vor dem großen Gewinn. Wie kann ein junger Mann aus armen Verhältnissen all diese Antworten kennen? Die Polizei vermutet Betrug. Danny Boyle nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt einer Lebensgeschichte, deren einzelne Erfahrungen erklären, weshalb Jamal gerade dieses Wissen besitzt. Das ist eine ausgesprochen wirksame Konstruktion: Hinter jeder Antwort steckt ein Erlebnis, nicht einfach nur eine auswendig gelernte Information.

Erinnerungen, die mich mitnehmen

Die Rückblicke zeigen Armut, Gewalt und die Schwierigkeiten, unter denen Jamal und sein Bruder aufwachsen. Besonders wichtig wird seine Verbindung zu Latika. Die Liebesgeschichte bleibt nicht bloß ein romantischer Zusatz, sondern gibt seiner Suche eine Richtung. Der Film führt mich durch unterschiedliche Lebensphasen, ohne dass ich den Zusammenhang verliere. Er kann hart sein und behält trotzdem die Hoffnung im Blick.

Die Gefühle sind seine große Stärke

Mich hat Slumdog Millionär mehrfach sehr bewegt. Manche Szenen gehen so unmittelbar an die Gefühle, dass ich mit den Figuren leide und ihnen ein anderes Leben wünsche. Die Leistungen der Darsteller machen diese Nähe möglich. Dev Patel und Freida Pinto tragen die erwachsenen Figuren überzeugend, aber auch die jüngeren Fassungen gehören wesentlich zur Wirkung. Die wechselnden Lebensabschnitte fühlen sich wie Teile derselben Geschichte an.

Großes Kino mit eigener Energie

Boyle verbindet die Erzählung mit eindrucksvollen Bildern und einer Musik, die ihrer Bewegung viel Energie gibt. Der Film ist keine klassische Bollywood-Produktion. Die Tanznummer zum Schluss passt dennoch hervorragend zu seiner Freude am Kino. Dass er acht Oscars gewann, darunter den für den besten Film, kann ich nach dieser Sichtung sehr gut verstehen.

Fazit

Slumdog Millionär hat mich emotional vollständig erreicht. Seine Lebensgeschichte, die Liebe und der ungewöhnliche Aufbau greifen für mich überzeugend ineinander. Die Härte mancher Erfahrungen macht die hoffnungsvollen Momente nicht kleiner, sondern stärker. Ich kann diesen Film sehr empfehlen. Meine Wertung: 9 von 10 Punkten.

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