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A Good Girl’s Guide to Murder – Staffel 1: Kritik

Emma Myers und die düstere Atmosphäre überzeugen; gehetzte Figurenentwicklung und wechselnde Spannung bremsen die Serie.

A Good Girl's Guide to Murder 🔎 Ist die Bestseller-Serie den Hype wert?
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A Good Girl’s Guide to Murder ist eine Young-Adult-Serie nach dem gleichnamigen Bestseller von Holly Jackson. Sie versucht, die komplexe und düstere Welt des britischen Kleinstadtlebens in einer Mischung aus Thriller und Drama zu erkunden. Doch trotz eines vielversprechenden Ansatzes bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück.

Pip nimmt einen alten Fall auf

Die Handlung dreht sich um Pippa „Pip“ Fitz-Amobi, eine Musterschülerin und Hobbyermittlerin, die fünf Jahre nach dem Mord an Andie Bell auf eigene Faust Nachforschungen anstellt. Der Fall schien längst abgeschlossen, da Andies Freund Sal für das Verbrechen verantwortlich gemacht wurde, aber ihre Leiche wurde nie gefunden. Pip ist überzeugt, dass etwas nicht stimmt und tut sich mit Sals Bruder Ravi zusammen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Emma Myers und Zain Iqbal

Die Serie punktet vor allem durch ihre Hauptdarstellerin Emma Myers, die in der Rolle der Pip eine starke Präsenz zeigt. Myers gelingt es, Pips Entschlossenheit und ihre Wandlung von einem unbescholtenen „Good Girl“ zu einer mutigen, aber verletzlichen Ermittlerin überzeugend darzustellen. Ihre Chemie mit Zain Iqbal, der den charmanten und verletzlichen Ravi spielt, trägt erheblich zur Dynamik der Serie bei. Die beiden Darsteller bilden ein glaubwürdiges Duo, dessen Zusammenarbeit und langsam wachsende Freundschaft eine der emotionalen Ankerpunkte der Serie ist.

Die dunkle Seite von Little Kilton

Ein weiterer Pluspunkt ist die visuelle Umsetzung. Die Kameraführung von Seppe Van Grieken und Michael Filocamo fängt die düstere Atmosphäre der britischen Kleinstadt Little Kilton gekonnt ein. Der Kontrast zwischen der idyllischen Fassade und den dunklen Geheimnissen, die Pip nach und nach aufdeckt, wird durch die stimmungsvolle Beleuchtung und das sorgfältige Set-Design unterstrichen. Besonders die Szenen, in denen Pip auf den nächtlichen Straßen der Stadt unterwegs ist oder in den verlassenen Winkeln nach Hinweisen sucht, vermitteln ein Gefühl von Unbehagen und Bedrohung, das den Zuschauer fesselt.

Zu wenig Raum für Figuren

Trotz dieser Stärken hat „A Good Girl's Guide to Murder“ auch einige Schwächen, die den Gesamteindruck trüben. Das Drehbuch von Poppy Cogan versucht, die vielen Wendungen und Geheimnisse des Romans in nur sechs Episoden zu packen, was dazu führt, dass die Handlung oft gehetzt wirkt. Einige Charaktere, die im Buch gut entwickelt sind, bleiben in der Serie oberflächlich, was es schwierig macht, sich emotional mit ihnen zu verbinden. Dies ist besonders bei Nebenfiguren wie Andie Bell und ihrer Schwester Becca der Fall, deren Hintergründe und Motive nur unzureichend beleuchtet werden.

Eine ungleichmäßige Spannung

Auch die Balance zwischen Drama und Spannung ist nicht immer gelungen. Während einige Episoden gekonnt eine düstere, bedrohliche Atmosphäre aufbauen, gibt es andere Momente, in denen die Spannung abflacht und die Serie an Tempo verliert. Zudem wirkt die Einbindung von Social Media und modernen Technologien, obwohl sie durchaus zeitgemäß ist, manchmal erzwungen und lenkt von der eigentlichen Kriminalgeschichte ab.

Fazit

„A Good Girl's Guide to Murder“ ist eine Serie, die trotz ihrer Schwächen einen Blick wert ist, insbesondere für Fans des Buches und des Young-Adult-Genres. Die Serie schafft es, eine düstere und spannende Atmosphäre zu erzeugen, getragen von einer starken Hauptdarstellerin und einem ansprechenden visuellen Stil. Allerdings hätte die Serie von einer längeren Laufzeit und einer tiefergehenden Charakterentwicklung profitiert, um das Potenzial der Geschichte voll auszuschöpfen.

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