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Tracing Light – Die Magie des Lichts: Schöne Bilder, manchmal unscharfe Gedanken

Thomas Riedelsheimer lässt Kunst und Wissenschaft sinnlich zusammentreffen. Seine Erklärungen sind weniger präzise als seine Bilder.

Tracing Light – Die Magie des Lichts 💡 Wenn Wissenschaft und Kunst dasselbe Phänomen suchen
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Der Film nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise, die das Phänomen Licht aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Riedelsheimer bringt dabei Wissenschaftler und Künstler zusammen, um die vielfältigen Facetten des Lichts zu erkunden. Von den Äußeren Hebriden in Schottland über das "Advanced Research Center" der Universität Glasgow bis zum Max-Planck-Institut in Erlangen begleitet der Film renommierte Persönlichkeiten wie die Landart-Künstlerin Julie Brook, die Künstlerduos Semiconductor (Ruth Jarman und Joe Gerhardt) sowie Brunner/Ritz (Johannes Brunner und Raimund Ritz).

Die Dokumentation stellt grundlegende Fragen: Was ist Licht als Material? Wie verhalten sich Photonen? Wie beeinflusst Licht unsere Wahrnehmung der Welt? Diese Themen werden durch beeindruckende visuelle Darstellungen wie Superzeitlupen und experimentelle Lichtinstallationen veranschaulicht. Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten von Julie Brook, die in den kargen Landschaften Schottlands Kunstwerke schafft, die das Sonnenlicht einfangen und die Elemente verbinden. Ihre Werke spiegeln die Magie des Lichts wider und zeigen, wie es die Natur und die Kunst gleichermaßen beeinflusst.

Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst wird im Film eindrucksvoll dargestellt. Ein Beispiel dafür ist die Installation "Black Hole Sun" des Duos Brunner/Ritz im Max-Planck-Institut in Erlangen. Eine riesige Kugel, zur Hälfte mit lichtabsorbierender schwarzer Farbe bestrichen, wird unter einem gläsernen Dach aufgehängt und erinnert an eine Sonnenfinsternis. Diese Installation regt zum Nachdenken über die Natur des Lichts und seine Wechselwirkung mit der Dunkelheit an.

Die musikalische Untermalung von Fred Frith und Gabby Fluke-Mogul ergänzt die visuellen Eindrücke perfekt. Die Musik tastet sich zart heran oder orchestriert mit leichten Dissonanzen das geistige Betreten von Neuland, was die Atmosphäre des Films bereichert.

Trotz der beeindruckenden Bilder und der poetischen Annäherung an das Thema bleibt der Film inhaltlich stellenweise vage. Die Gespräche zwischen Künstlern und Wissenschaftlern sind zwar inspirierend, doch es fehlt manchmal an Tiefe und Klarheit. Einige Sequenzen wirken repetitiv und hätten durch präzisere Informationen an Aussagekraft gewinnen können. Zudem vermisst man eine historische Einordnung des Themas Licht, die dem Zuschauer einen umfassenderen Kontext geboten hätte.

"Tracing Light – Die Magie des Lichts" ist ein visuell beeindruckender Film, der die Zuschauer einlädt, das Phänomen Licht aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft wird auf sinnliche Weise erfahrbar gemacht, auch wenn der Film inhaltlich nicht immer vollständig überzeugt. Für Liebhaber von Dokumentarfilmen, die sich auf eine meditative Reise einlassen möchten, bietet dieser Film dennoch ein lohnenswertes Erlebnis.

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