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The Beast: Angst durch drei Leben hindurch

Léa Seydoux und George MacKay geben Bertrand Bonellos anspruchsvollem Science-Fiction-Drama seine emotionale Kraft.

The Beast 🧠 Léa Seydoux zwischen drei Zeiten und einer großen Angst
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

The Beast, am zehnten Oktober zweitausendvierundzwanzig in den deutschen Kinos gestartet, ist ein ambitioniertes Science-Fiction-Drama von Bertrand Bonello. Basierend auf der Kurzgeschichte „Das Tier im Dschungel“ von Henry James, verknüpft der Film drei Zeitebenen, um eine Geschichte über Liebe, Angst und Verlust zu erzählen.

Im Jahr zweitausendvierundvierzig müssen Menschen ihre Emotionen durch künstliche Intelligenz unterdrücken, um produktiver zu sein. Gabrielle (gespielt von Léa Seydoux) unterzieht sich einem DNA-Reinigungsprozess, der sie in vergangene Leben führt. Ob als Pianistin im Paris des frühen zwanzigsten Jahrhunderts oder als Model im Los Angeles der zweitausendzehner Jahre, immer trifft sie auf Louis (gespielt von George MacKay), zu dem sie über die Zeit hinweg eine unerklärliche Verbindung hat.

Bonellos Regie ist ästhetisch beeindruckend. Die Bildgestaltung von Josée Deshaies spiegelt die unterschiedlichen Epochen visuell kraftvoll wider: Während das Paris von neunzehnhundertzehn warm und nostalgisch wirkt, ist das Los Angeles von zweitausendvierzehn kalt und entfremdet. Die Szenen im futuristischen zweitausendvierundvierzig erscheinen klinisch und unterkühlt – ein passender Kontrast zu den emotionalen Kämpfen der Charaktere.

Seydoux brilliert als Gabrielle, die zwischen Angst und Sehnsucht schwankt, und verleiht der Figur eine tiefgehende Ambivalenz. George MacKay überzeugt durch seine Wandlungsfähigkeit in jeder Epoche – mal verletzlich, mal distanziert, immer jedoch von Angst getrieben. Ihre Chemie schafft eine emotionale Intensität, die den Film trägt.

Thematisch hinterfragt The Beast die Bedeutung von Emotionen in einer Welt, die zunehmend von Künstlichkeit und Kontrolle geprägt ist. Bonello zeigt, dass die Herausforderungen der Liebe, der Angst und der Isolation zeitlos sind und alle Epochen durchziehen.

Mit The Beast liefert Bonello einen langsamen, anspruchsvollen Film, der Zeit und Geduld erfordert, aber durch seine emotionale Tiefe und visuelle Brillanz überzeugt. Für Zuschauer, die sich auf dieses künstlerische Werk einlassen, bietet der Film ein eindrucksvolles Erlebnis, das zum Nachdenken anregt.

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