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The Apprentice: Die Regeln der Macht lernen

Sebastian Stan und Jeremy Strong tragen Ali Abbasis Studie über Donald Trump und Roy Cohn, auch wenn spätere Erkenntnisse knapper werden.

The Apprentice – The Trump Story 💼 Wie Donald Trump lernte, Macht zu spielen
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"The Apprentice – The Trump Story," von Regisseur Ali Abbasi kam am siebzehnten Oktober vierundzwanzig in die deutschen Kinos. Der Film erzählt eine düstere und faszinierende Charakterstudie von Donald Trumps Aufstieg durch die Verbindung mit dem skrupellosen Anwalt Roy Cohn. Abbasi meidet ein klassisches Biopic und fokussiert sich stattdessen auf die Mentor-Schüler-Dynamik zwischen Trump, gespielt von Sebastian Stan, und Cohn, verkörpert von Jeremy Strong. Stans Darstellung von Trump ist bemerkenswert, besonders in der Art, wie er Trumps frühe Unsicherheiten und späteren Machthunger subtil entwickelt.

Die Handlung spielt in den siebziger Jahren, als Trump entschlossen ist, sich von den Erwartungen seines Vaters zu befreien und im New Yorker Immobiliengeschäft groß rauszukommen. Hier tritt Cohn auf, der ihm die Tricks beibringt, wie man die Spielregeln des Kapitalismus beugt. Abbasi zeigt dabei, wie diese Beziehung Trumps Persönlichkeit formt, ohne jemals explizit zu moralisieren. Cohn bleibt, trotz seiner unsäglichen Taten, in Strongs Interpretation irgendwie greifbar und zeigt eine menschliche Seite, die bei einem solchen Charakter überrascht. Gerade diese Feinheiten machen den Film trotz seiner Härte auch emotional nachvollziehbar.

Visuell unterstreicht Abbasis Einsatz von Handkamera den rohen Realismus der Geschichte, wobei die Dekoration und Kostüme die zunehmend protzige Welt von Trump detailliert wiedergeben. Die düstere Inszenierung zeigt die schmutzigen Seiten der Macht und entlarvt den American Dream als reines Machtspiel.

Während der Film die komplexen Dynamiken dieser Beziehung sehr gut herausarbeitet, verpasst er es in der zweiten Hälfte, tiefere Erkenntnisse über Trumps Transformation zu liefern, und bleibt manchmal in der bloßen Darstellung seiner Arroganz stecken. Dennoch fangen Abbasi und sein Team die Atmosphäre dieser Zeit eindrucksvoll ein, und das Zusammenspiel der Darsteller macht die Geschichte packend.

Abbasi zeigt, wie das korrupte System, das Cohn und Trump ausnutzten, sie zu Symbolfiguren der Gier und Macht werden ließ. Ein sehenswerter Film für alle, die sich für das Zusammenspiel von Politik, Macht und menschlichen Abgründen interessieren.

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