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Moon, der Panda: Schöne Natur, vertraute Familienlektionen

Landschaften und echte Tieraufnahmen bezaubern. Flache Erwachsene und auffällige Digitalszenen schwächen das Abenteuer.

Moon, der Panda 🐼 Ein Familienfilm mit echtem Naturzauber?
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Moon, der Panda ist ein Familienfilm, der genau das verspricht, was der Titel vermuten lässt: eine herzige Geschichte über einen Jungen und sein Pandababy. Regie führt Gilles de Maistre, der sich schon in Filmen wie „Mia und der weiße Löwe“ oder „Der Wolf und der Löwe“ auf Mensch-Tier-Freundschaften spezialisiert hat. Diesmal verlegt er seine Erzählung in die majestätischen Berglandschaften Chinas, und optisch ist das Ganze auch eine echte Schau.

Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Tian, gespielt von Noé Liu Martane. Weil er schlechte Noten hat und in der Stadt eher als Problemkind gilt, wird er zu seiner Großmutter Nai Nai aufs Land geschickt. Anfangs ist er bockig, gelangweilt, fühlt sich wie verbannt. Doch dann entdeckt er in einem abgelegenen Bambuswald ein verlassenes Pandababy – und ab da ändert sich alles. Tian nennt das Tier Moon, beginnt sich um ihn zu kümmern und entwickelt nicht nur eine Beziehung zu dem kleinen Bären, sondern auch zu sich selbst.

Was sofort positiv auffällt, ist die Naturkulisse. Die dichten Wälder, nebelverhangenen Berge und ruhigen Dörfer werden mit einem Auge für Details und Atmosphäre eingefangen. Da merkt man, dass der Film mit Respekt gegenüber der Umgebung und der Tierwelt arbeitet. Auch der Panda ist – zumindest in den echten Aufnahmen – einfach zum Verlieben. Kleine, tapsige Bewegungen, neugieriger Blick, das ganze Programm. Für Kinder ist das natürlich ein Volltreffer.

Aber der Film hat auch klare Schwächen. Die größte: Moon, also der Panda, spielt erstaunlich wenig die Hauptrolle. Viel mehr liegt der Fokus auf Tian, seinen Eltern und seinem inneren Wandel. Das wäre kein Problem, wenn die Figuren mehr Tiefe hätten. Doch gerade die Erwachsenen bleiben flach. Alexandra Lamy als Mutter ist kaum mehr als schmückendes Beiwerk, und auch Ye Liu als Vater bleibt sehr klischeehaft. Tians Wandlung verläuft nach bekanntem Schema: Rebell wird zum Tierflüsterer. Überraschungen? Fehlanzeige.

Dazu kommt, dass einige Szenen mit Moon klar am Computer entstanden sind – und das merkt man leider. Gerade im direkten Wechsel zu den echten Tieraufnahmen sticht das künstliche CGI unangenehm heraus. Das reißt einen immer wieder aus der ansonsten ruhigen Erzählweise.

Trotzdem: Wer mit der Familie ins Kino will, bekommt hier genau das, was man erwartet – eine gefühlvolle, kindgerechte Geschichte mit schönen Bildern und einer klaren Botschaft über Freundschaft und Verantwortung. Für Erwachsene ist das Ganze vielleicht ein bisschen zu formelhaft und glattgebügelt, aber für Kinder ist Moon auf jeden Fall ein kleiner Star. Kein großer Wurf, aber ein netter Kinonachmittag mit einem Panda, den man einfach gernhaben muss.

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