Ein Abschied nach einer langen Reise
Die Ip-Man-Reihe begleitet mich seit ihrem ersten Teil. Deshalb war dieses Finale für mich auch ein emotionaler Abschied. Wilson Yip nimmt die Figur noch einmal mit nach San Francisco, wo die Suche nach einer Schule für den Sohn und die Auseinandersetzung mit anderen Kampfkunsttraditionen zusammenkommen. Die dramatisierte Geschichte nutzt Ip Man dabei als Symbol für Toleranz und Selbstbehauptung.
Die Kampfkunst bleibt die große Stärke
Die hervorragend choreografierten Kämpfe machen ausgesprochen viel Spaß. Scott Adkins bringt die nötige körperliche Präsenz für den harten Gegenpol mit. Die Action bleibt abwechslungsreich und hält mich bei der Sache. Donnie Yen überzeugt aber auch abseits der Kämpfe: Seine ruhigen, emotionalen Momente geben dem Abschied mehr Gewicht, als reine Schlagkraft leisten könnte.
Vorbehalte gegenüber der Geschichte
Der Plot ist für mich nicht überragend. Außerdem fällt die starke patriotische Perspektive auf: Chinesische Figuren stehen vielfach gegen amerikanische Angreifer. Als Geschichte über Gegenwehr gegen Rassismus lässt sich das einordnen, bleibt aber recht einseitig. Trotzdem fühlt sich der Film für mich wie ein ernst gemeinter Abschluss an und nicht wie eine beliebige Fortsetzung, die nur noch aus der Marke Geld holen will.
Fazit
Als Finale der vierteiligen Donnie-Yen-Reihe überzeugt mich Ip Man 4. Die Geschichte bekommt einen Abschluss, und die emotionalen Darstellungen tragen ihn. Wer die früheren Teile und Kung-Fu-Filme mit einer dramatischen Seite mag, findet hier einen sehr empfehlenswerten Abschied. Meine Begeisterung für diese Reihe gehört dabei ausdrücklich zu meinem Urteil. Meine Wertung: 8 von 10 Punkten.
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