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Ich will mein Glück zurück (2023): Kritik

Michaela May findet in dieser Komödie über einen späten Neuanfang eine gute Mischung aus Herz und Humor.

Ich will mein Glück zurück 😊 Und jetzt erst recht
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„Ich will mein Glück zurück“ ist eine Best-Ager-Komödie, die mit einer Mischung aus Humor, Lebensweisheit und einem Hauch von Melancholie das Publikum in ihren Bann zieht. Im Zentrum des Films steht die pensionierte Lehrerin Ulla, gespielt von der vielfach ausgezeichneten Michaela May, deren Leben eine dramatische Wendung nimmt, als ihr Ehemann Paul, dargestellt von Helmut Zierl, bei ihrer goldenen Hochzeitsfeier seine Liebe zu Ullas langjähriger Freundin Rita (gespielt von Angela Roy) gesteht.

Eine Chance zum Neuanfang

Die Geschichte verwebt geschickt die Themen Liebe, Treue und die Suche nach persönlichem Glück in den späteren Lebensjahren. Der Regisseurin Christina Adler und der Drehbuchautorin Claudia Kratochvil gelingt es, die Handlung mit einem feinen Sinn für Dialogwitz und Optimismus zu erzählen, ohne dabei die ernsteren Untertöne des Lebens zu vernachlässigen. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung des Neuanfangs als Chance, auch im fortgeschrittenen Alter nochmals das Ruder herumzureißen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Das Ensemble

Michaela May brilliert in der Rolle der Ulla, einer Frau, die nach dem Schock der Trennung ihre innere Stärke wiederentdeckt und sich entschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ihre Darstellung verleiht der Figur eine bemerkenswerte Tiefe und Authentizität. Helmut Zierl und Angela Roy ergänzen das Ensemble perfekt, indem sie die Komplexität ihrer Charaktere und die damit verbundenen emotionalen Konflikte überzeugend zum Ausdruck bringen.

Hamburg und die Bildgestaltung

Die Kameraführung von Aljoscha Hennig und das Szenenbild von Andreas Rudolph tragen wesentlich zur Stimmung des Films bei. Die visuelle Gestaltung unterstützt die erzählerische Tiefe, indem sie die emotionalen Zustände der Charaktere einfängt und die Hansestadt Hamburg als malerische Kulisse dient, die der Geschichte einen zusätzlichen Charme verleiht.

Musik und Schnitt

Die Musik von Colin Towns und der Schnitt von Trevor Holland runden das filmische Erlebnis ab, indem sie die emotionale Wirkung der Geschichte verstärken und für ein stimmiges Gesamtbild sorgen. Die Produktion unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von gutem Handwerk und kreativer Vision in der Filmindustrie.

Fazit

„Ich will mein Glück zurück“ ist für seine Verhältnisse eine gelungene Best-Ager-Komödie, die mit viel Herz und Humor erzählt wird. Der Film schafft es, wichtige Lebensfragen anzusprechen, ohne dabei den Optimismus zu verlieren. Er bietet Unterhaltung mit Tiefgang und zeigt, dass es nie zu spät ist, für das eigene Glück zu kämpfen. Ein lobenswerter Beitrag zum deutschsprachigen Film, der beweist, dass Geschichten über das Älterwerden sowohl unterhaltsam als auch inspirierend sein können.

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