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Better Man – Die Robbie Williams Story (2024): Kritik

Michael Graceys gewagtes Robbie-Williams-Biopic verbindet spektakuläre Musicalmomente mit emotionaler Tiefe.

Better Man 🐒 Robbie Williams rechnet gnadenlos mit sich selbst ab
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„Better Man – Die Robbie Williams Story“ präsentiert sich als ein ungewöhnliches und gewagtes Biopic, das gleichermaßen fasziniert und polarisiert. Unter der Regie von Michael Gracey, bekannt für „The Greatest Showman“, wird das Leben von Robbie Williams auf eine Weise erzählt, die traditionelle Erzählstrukturen eines Musiker-Biopics sprengt. Der Film zeigt Williams’ Werdegang vom aufstrebenden Mitglied von Take That bis hin zu seiner beeindruckenden Solokarriere, während er sich auch intensiv mit seinen inneren Kämpfen, Suchtproblemen und Selbstzweifeln auseinandersetzt.

Williams als Schimpanse

Ein besonders auffälliges Stilmittel ist die Entscheidung, Robbie Williams als computergenerierten Schimpansen darzustellen. Diese kreative Wahl symbolisiert seine Wahrnehmung der eigenen Unzulänglichkeiten und dient als Spiegel seiner psychologischen Konflikte. Diese ungewöhnliche Inszenierung polarisiert zweifelsohne: Für einige mag sie übertrieben wirken, für andere ist sie ein tiefgründiges und mutiges Statement, das den Film von konventionellen Biopics abhebt. Ich empfand dieses Stilmittel als gelungene Metapher, die die Selbstwahrnehmung und Unsicherheiten eines Künstlers in einer überzogenen, aber wirkungsvollen Bildsprache einfängt.

Musik als emotionales Zentrum

Die musikalischen Momente des Films sind spektakulär inszeniert und bilden das emotionale Herzstück. Songs wie „Angels“, „Let Me Entertain You“ und „She’s The One“ werden neu interpretiert und perfekt in die Handlung integriert, um wichtige Wendepunkte zu unterstreichen. Besonders eindrucksvoll ist die Streetdance-Sequenz zu „Rock DJ“, die mitten in London spielt und mit kreativen Choreografien das Publikum begeistert. Diese Szenen erinnern daran, warum Williams einer der erfolgreichsten und charismatischsten Entertainer seiner Generation ist.

Jonno Davies und das Ensemble

Schauspielerisch sticht Jonno Davies hervor, der als junger Robbie Williams eine kraftvolle und nuancierte Performance liefert. Unterstützt von fortschrittlicher Motion-Capture-Technologie, wird seine Darstellung als Schimpanse gleichzeitig berührend und eindringlich. Damon Herriman als Manager Nigel und Alison Steadman als Williams’ Großmutter Betty bringen ebenfalls starke Leistungen, die die emotionalen Konflikte und Beziehungen der Figuren glaubwürdig und bewegend machen.

Gracey zwischen Fantasie und Realität

Michael Graceys Regiearbeit ist mutig und visuell beeindruckend. Der Mix aus Fantasie und Realität, unterstützt durch aufwendige visuelle Effekte, gibt dem Film eine traumartige Qualität, die perfekt zu Williams’ chaotischem und faszinierendem Leben passt. Die künstlerische Freiheit, die Gracey sich nimmt, könnte manchen Zuschauern zu experimentell erscheinen, doch ich empfand sie als erfrischende und mutige Herangehensweise, die das Biopic-Genre erweitert.

Nicht jede Szene überzeugt

Nicht alle Aspekte des Films überzeugen jedoch vollständig. Einige Szenen wirken etwas zu langatmig, und die surrealen Elemente könnten das Publikum manchmal überfordern. Dennoch überwiegen für mich die positiven Eindrücke. Der Film hat eine klare Vision und erzählt mit viel Herz und künstlerischem Anspruch eine Geschichte von Triumph und Zerbrechlichkeit.

Triumph und Zerbrechlichkeit

„Better Man – Die Robbie Williams Story“ ist mehr als nur ein traditionelles Musiker-Biopic. Es ist eine Reise durch die Höhen und Tiefen eines Künstlers, der nicht nur mit der Welt, sondern auch mit sich selbst ringt. Die Mischung aus spektakulären Musikeinlagen, emotionaler Tiefe und visueller Extravaganz macht diesen Film zu einem Erlebnis, das lange nachwirkt.

Fazit

Für Fans von Robbie Williams ist der Film ein Muss, doch auch alle, die innovative Erzählformen und musikalische Kreativität schätzen, werden hier auf ihre Kosten kommen. „Better Man“ zeigt, dass Biopics mutig sein können – und vielleicht auch sollten.

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