DAS UNABHÄNGIGE FILMJOURNALHorrOctober2026
filmbuZZer
← Zurück zu den FilmenFILMKRITIK / 2024

Die Schlacht der Rohirrim: Frische Idee, steife Umsetzung

Mittelerde als Anime ist reizvoll. Dünne Figuren und ungleichmäßige Animation lassen den Film sein Versprechen nicht einlösen.

Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim ⚔️ Lohnt sich der animierte Ausflug nach Rohan?
Thumbnail des ursprünglichen filmbuZZer-Videos.

Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim erweckt gemischte Gefühle. Während die Prämisse und die Rückkehr nach Mittelerde vielversprechend wirken, lassen bestimmte Aspekte der Umsetzung deutlich Luft nach oben. Der Anime-Film spielt etwa zweihundert Jahre vor den Ereignissen der Originaltrilogie und erzählt die Geschichte von Helm Hammerhand, dem legendären König von Rohan, und seiner Tochter Héra.

Die Handlung greift tief in die Mythologie Mittelerdes ein, thematisiert den Konflikt mit den Dunländern und die Entstehung von Helms Klamm. Doch trotz der epischen Vorlage wirkt die Umsetzung oft hölzern. Die Animation, die in erster Linie an klassische Anime-Produktionen erinnert, bietet zwar visuelle Höhepunkte, bleibt jedoch in vielen Szenen hinter den Erwartungen zurück. Für mich war das eine tolle Idee und eine Erfrischung, dass Herr der Ringe als Anime erscheint. Aber: Die Bewegungen der Figuren wirken steif, und gerade in dialoglastigen Momenten fehlt es an Dynamik und Lebendigkeit. Manchmal bewegt sich einfach nur der Mund auf und ab und drumrum wirkt es wie ein Standbild, ähnlich wie bei Dragonball Z Dialogen zwischen Son Goku und Freezer. Dies führt dazu, dass emotionale Verbindungen zu den Charakteren schwer herzustellen sind. Der altmodische Anime-Stil gefällt mir sehr, jedoch wurden damals schon aufwendigere Animationen auf die Beine gestellt.

Auch die Charakterzeichnung bleibt weitgehend oberflächlich. Helm Hammerhand wird als mächtiger und stolzer König inszeniert, doch seine Entwicklung bleibt eindimensional. Héra, die als starke weibliche Figur im Mittelpunkt steht, bekommt zwar Raum, um ihre Entschlossenheit zu zeigen, doch ihre Motivationen und inneren Konflikte wirken zu schematisch, um wirklich mitzureißen.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Inszenierung der Schlachten. Während Tolkiens Werke für ihre emotional geladenen, detaillierten Kampfszenen bekannt sind, wirken die Kämpfe in diesem Film oft hektisch und unübersichtlich. Es fehlt an der epischen Größe, die man von der Marke „Der Herr der Ringe“ erwarten würde.

Dennoch bietet der Score von Stephen Gallagher einige Lichtblicke. Die Musik fängt die Atmosphäre Mittelerdes ein und verleiht den Szenen mehr Tiefe, als die Animation oft bietet.

„Die Schlacht der Rohirrim“ enttäuscht leider in seiner Ausführung. Trotz einer interessanten Prämisse und einer epischen Vorlage wirkt der Film visuell und erzählerisch unausgereift. Für eingefleischte Fans Mittelerdes mag der Film ein nostalgischer Ausflug sein, doch für viele wird er hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Werbung · Amazon-Partnerlinks

Den Film zu Hause ansehen

Prime Video

Die aktuellen Angebote und Konditionen findest du bei Prime Video.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Durch die Nutzung dieser Links entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.

Die Kritik auf YouTubeDu schaust lieber zu? Dieser Artikel gehört zur veröffentlichten filmbuZZer-Kritik.Kritik auf YouTube ansehen