Regie führte Justin Baldoni, der auch eine der Hauptrollen übernommen hat, während Blake Lively in der Rolle der Lily Bloom glänzt. Basierend auf dem 2016 erschienenen Roman, behandelt der Film zentrale Themen wie Liebe, Trauma und die schwierigen Entscheidungen, die das Leben mit sich bringt.
Die Handlung dreht sich um Lily Bloom, eine junge Frau, die nach einer traumatischen Kindheit versucht, in Boston ein neues Leben aufzubauen. Sie verfolgt ihren Traum, einen eigenen Blumenladen zu eröffnen, und trifft dabei auf den charmanten Neurochirurgen Ryle Kincaid, gespielt von Justin Baldoni. Die anfängliche Romantik weicht jedoch bald der Realität, als Lilys Vergangenheit in Form ihrer Jugendliebe Atlas Corrigan (gespielt von Brandon Sklenar) wieder auftaucht und sie vor eine Reihe von emotionalen Herausforderungen stellt.
Inszenierung und thematische Tiefe
Baldoni gelingt es, die vielschichtige Geschichte einfühlsam auf die Leinwand zu bringen. Die Regie ist dabei solide, aber nicht bahnbrechend. Besonders auffällig ist die sensible Darstellung von Traumata und emotionalem Missbrauch, die im Zentrum der Erzählung steht. Allerdings wirkt der Film stellenweise etwas überladen, insbesondere wenn versucht wird, die inneren Konflikte der Figuren vollständig darzustellen. Hier zeigt sich die Schwierigkeit, einen so tiefgründigen Roman in ein zweistündiges Filmerlebnis zu komprimieren.
Die Kameraführung von Barry Peterson, bekannt für seine Arbeit an „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“, setzt auf warme, einladende Bilder, die die emotionale Tiefe der Geschichte unterstreichen. Die ruhigen, intimen Aufnahmen tragen dazu bei, das Publikum in die Welt von Lily Bloom zu ziehen, auch wenn der Film manchmal zu stark auf klischeehafte Bilder setzt.
Schauspielleistung
Blake Lively, deren Casting im Vorfeld auf Kritik stieß, meistert ihre Rolle überraschend gut. Trotz des Altersunterschieds zwischen ihr und der Romanfigur gelingt es ihr, die emotionale Reise von Lily glaubhaft darzustellen. Justin Baldoni gibt als Ryle eine überzeugende Leistung ab, obwohl seine Figur teilweise etwas eindimensional wirkt. Brandon Sklenar bringt als Atlas eine angenehme Ruhe in das turbulente Gefühlschaos, das den Film durchzieht.
Kritik und Fazit
„Nur noch ein einziges Mal“ ist ein Film, der versucht, die emotionale Tiefe seines literarischen Vorbilds einzufangen, jedoch nicht immer vollends überzeugt. Die Dialoge wirken teilweise hölzern, was den Fluss der Geschichte stört, und manche Szenen fühlen sich unnötig in die Länge gezogen an. Dennoch bietet der Film einige bewegende Momente, die besonders Fans des Buches ansprechen dürften. Wer auf der Suche nach einem tiefgründigen Drama ist, wird hier nicht vollständig enttäuscht, sollte aber keine zu hohen Erwartungen haben.
„Nur noch ein einziges Mal“ ist eine solide, aber nicht herausragende Adaption. Der Film bietet gute Unterhaltung und behandelt wichtige Themen, verpasst aber die Gelegenheit, sich von anderen Werken des Genres abzuheben.
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