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Maria (2024): Kritik

Angelina Jolie trägt ein bewegendes Callas-Porträt, dessen Musik und Bilder kleinere Schwächen überwiegen.

Maria 🎼 Überzeugt Angelina Jolie als Maria Callas?
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Pablo Larraíns „Maria“ beleuchtet die letzten Tage der legendären Opernsängerin Maria Callas in den siebziger Jahren in Paris und bietet ein tief berührendes Porträt dieser faszinierenden Künstlerin. In der Hauptrolle brilliert Angelina Jolie, die die komplexe Persönlichkeit der Callas mit großer Hingabe verkörpert.

Callas in Paris

Die Handlung des Films konzentriert sich auf die letzten Tage im Leben von Maria Callas, die sich nach einer glanzvollen Karriere in ihr Pariser Apartment zurückgezogen hat. Dort wird sie von inneren Konflikten geplagt – zwischen ihrer Sehnsucht nach der Bühne und den gesundheitlichen wie emotionalen Herausforderungen, die sie daran hindern. Der Film zeigt die intimen Momente ihres Lebens und die Beziehungen zu ihren engsten Vertrauten, wie ihrem Butler Ferruccio Mezzadri und Bruna Lupoli, die Einblicke in ihre verletzliche, aber entschlossene Persönlichkeit geben.

Angelina Jolies Darstellung

Angelina Jolie überzeugt mit einer herausragenden Darbietung. Sie bringt die Vielschichtigkeit der Operndiva authentisch auf die Leinwand und zeigt sowohl deren leidenschaftliche Hingabe zur Kunst als auch die zerbrechliche, von Einsamkeit geprägte Seite. Die emotionale Tiefe, die Jolie in die Rolle einfließen lässt, zieht den Zuschauer in die Welt der Callas hinein und macht ihre inneren Kämpfe spürbar. Ihre intensive Vorbereitung auf die Rolle, inklusive der Beschäftigung mit Callas’ Leben und Werk, ist in jeder Szene spürbar.

Larraíns Inszenierung

Regisseur Pablo Larraín gelingt es, eine einfühlsame und ästhetisch beeindruckende Hommage an Maria Callas zu schaffen. Er nutzt die historische Kulisse der siebziger Jahre in Paris, um eine Atmosphäre zu erzeugen, die gleichzeitig nostalgisch und zeitlos wirkt. Larraíns Inszenierung konzentriert sich auf die emotionale Tiefe der Hauptfigur und lässt die Zuschauer direkt in ihre Gefühlswelt eintauchen. Besonders gelungen ist die Verbindung von visueller Ästhetik und musikalischer Intensität, die den Film zu einem Erlebnis für die Sinne macht.

Die Arien

Die Musik ist ein integraler Bestandteil von „Maria“. Die Auswahl der berühmten Arien, die eng mit der Karriere von Maria Callas verbunden sind, unterstreicht die emotionale Wirkung vieler Szenen und erinnert an die künstlerische Größe der Operndiva. Die musikalische Begleitung verleiht dem Film zusätzliche Tiefe und macht ihn auch für Opernfreunde zu einem besonderen Erlebnis.

Kleinere Schwächen

Trotz der vielen Stärken zeigt der Film kleinere Schwächen. Einige Nebenfiguren bleiben oberflächlich und bieten wenig Raum für zusätzliche emotionale Bindung. Zudem ist das Erzähltempo an manchen Stellen etwas zu gemächlich, was den Spannungsbogen zeitweise schwächt. Doch diese Schwächen trüben den Gesamteindruck kaum.

Fazit

„Maria“ ist ein bewegendes Porträt einer der größten Opernsängerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit Angelina Jolies beeindruckender Darstellung und Pablo Larraíns meisterhafter Regie ist dieser Film ein absolutes Muss für alle, die biografische Dramen und hochwertige Filmemacherei zu schätzen wissen.

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