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Bach – Ein Weihnachtswunder (2024): Kritik

Striesow, Altenberger und die Musik tragen ein gelungenes historisches Drama über Bachs Werk und Familie.

Bach trifft das Weihnachtswunder 🎄 die wahre Geschichte
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„Bach – Ein Weihnachtswunder“ versetzt uns ins Leipzig des Jahres 1734. Der historische Film erzählt eine fiktionale Annäherung an die Entstehung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium und verbindet das musikalische Werk mit dem familiären und beruflichen Druck seines Komponisten.

Striesow und Altenberger

Unter der Regie von Florian Baxmeyer und basierend auf dem Drehbuch von Christian Schnalke wird Johann Sebastian Bach von Devid Striesow verkörpert. Striesow gelingt es, Bach als ehrgeizigen und leidenschaftlichen Komponisten darzustellen, der sich nicht den Zwängen der Obrigkeit beugt. Seine Darstellung zeigt einen Mann, der unermüdlich an seinem Werk feilt und dabei oft mit den starren Vorstellungen des Stadtrats kollidiert. Verena Altenberger brilliert in der Rolle der Anna Magdalena Bach, Bachs zweiter Ehefrau und talentierter Sängerin. Sie verleiht der Figur Tiefe und zeigt eine Frau, die nicht nur als Mutter agiert, sondern auch als unverzichtbare Stütze ihres Mannes fungiert. Besonders hervorzuheben ist die Chemie zwischen Striesow und Altenberger, die das Ehepaar Bach authentisch und lebendig erscheinen lässt.

Druck und Familienkonflikte

Die Handlung konzentriert sich auf die letzten Tage vor der Uraufführung des Weihnachtsoratoriums. Bach steht unter immensem Druck, das Werk rechtzeitig fertigzustellen, während er gleichzeitig mit den Forderungen des Stadtrats, insbesondere des Stadtrats Stieglitz (gespielt von Thorsten Merten), konfrontiert ist, der ihn anweist, keine "opernhafte" Musik zu komponieren. Trotz dieser Widerstände bleibt Bach standhaft und findet Unterstützung bei seiner Frau Anna Magdalena, die geschickt Stieglitz' Ehefrau (gespielt von Christina Große) für ihre Sache gewinnt. Die familiären Beziehungen werden weiter vertieft durch die Darstellung von Bachs Söhnen: Emanuel Bach, gespielt von Ludwig Simon, und Friedemann Bach, dargestellt von Dominic Marcus Singer. Die Vater-Sohn-Konflikte, insbesondere zwischen Johann Sebastian und Emanuel, werden einfühlsam und nachvollziehbar dargestellt, was dem Film zusätzliche emotionale Tiefe verleiht.

Bilder und Musik

Visuell besticht der Film durch seine authentische Ausstattung und die detailgetreue Darstellung des barocken Leipzigs. Die Kameraarbeit von Sten Mende fängt die Atmosphäre der Zeit eindrucksvoll ein und unterstützt die narrative Struktur des Films. Besonders hervorzuheben ist die musikalische Untermalung: Der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung des Thomaskantors Andreas Reize sowie der Thomasorganist Johannes Lang konnten für den Film gewonnen werden. Instrumental werden sie von der Cembalistin Elina Albach und ihrem Ensemble "Continuum" begleitet. Die Komponistin und ausgebildete Violinistin Martina Eisenreich gestaltete die Filmmusik. Diese musikalische Authentizität verleiht dem Film eine besondere Tiefe und lässt die Zuschauer die Entstehung des Weihnachtsoratoriums hautnah miterleben.

Fazit

"Bach – Ein Weihnachtswunder" ist ein gelungener Film, der nicht nur die Entstehung eines der bedeutendsten Werke der Musikgeschichte beleuchtet, sondern auch die menschlichen und familiären Aspekte des Komponisten in den Vordergrund stellt. Die hervorragenden schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Devid Striesow und Verena Altenberger, sowie die authentische musikalische Untermalung machen den Film zu einem besonderen Erlebnis in der Vorweihnachtszeit.

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