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The Holiday kehrt zum 20. Jubiläum in US-Kinos zurück

Nancy Meyers' Liebeskomödie soll ab 11. Dezember wieder in US-Kinos laufen. Die Leinwand verändert die Wirkung eines Films, den viele als vertraute Weihnachtswahl kennen.

Ein neuer US-Termin für einen bekannten Film

The Holiday kehrt zu seinem zwanzigsten Jubiläum in US-Kinos zurück. ComingSoon berichtet über eine erneute US-Kinoauswertung durch Sony Pictures ab dem 11. Dezember. Nancy Meyers schrieb und inszenierte die Liebeskomödie von 2006 mit Cameron Diaz, Kate Winslet, Jude Law und Jack Black. Die Ankündigung betrifft den bestehenden Film, weder eine Fortsetzung noch eine neu gedrehte Fassung.

Für Großbritannien und Irland hatte Verleih Park Circus bereits einen Einsatz ab dem 4. Dezember vorgestellt. Diese Termine gehören zu unterschiedlichen Märkten und Partnern. Die neue US-Meldung hat ihren eigenen Wert: Amerikanische Zuschauer bekommen einen festen Kinotermin für einen Weihnachtsfilm, der zwanzig Jahre nach seinem ersten Start noch immer präsent ist.

Laut Sonys Inhaltsangabe stehen zwei Frauen auf gegenüberliegenden Seiten des Atlantiks vor enttäuschten Beziehungen. Iris und Amanda tauschen ihre Häuser und gelangen in den Alltag der jeweils anderen. Dieser Tausch ist der Motor des Films, nicht bloß ein Vorwand für Schnee hier und Sonne dort. Mit der vorübergehenden Adresse verändern sich auch die Menschen und Gewohnheiten, denen beide begegnen.

Im Mittelpunkt der Ankündigung steht der Film, den das Publikum bereits kennt. Eine große Leinwand kann seinen vorhandenen Aufbau stärker hervortreten lassen: zwei Wohnräume, zwei emotionale Rhythmen und Begegnungen, die sich über einen Ozean hinweg vergleichen lassen. Ohne einen zweiten Bildschirm nebenbei fallen vielleicht andere Details auf, obwohl Handlung und Darbietungen gleich bleiben.

Offizieller Trailer

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Zwei Häuser und zwei Arten festzustecken

Der Tausch macht The Holiday genauer als eine beliebige Geschichte vom Ausspannen. Beide Frauen wechseln die Umgebung, aber keine lässt ihre eingeübten Reaktionen am Flughafen zurück. Ein fremdes Haus eröffnet die Möglichkeit, anders zu handeln. Es übernimmt diese Entscheidung nicht. Der parallele Aufbau lässt eine Wahl an einem Ort die andere beantworten oder schwieriger machen.

So bekommen die Schauplätze eine Aufgabe. Amandas Haus in Los Angeles und Iris' englisches Cottage unterscheiden sich in Raum, Wetter und sozialem Tempo. Beide sind zugleich private Orte eines fremden Menschen. Die Gäste müssen ihre Regeln erst kennenlernen. Auf der Leinwand können die Entfernungen und Oberflächen wirken, während auch kleinere Reaktionen in diesen Zimmern Raum erhalten.

Sonys Inhaltsangabe nennt Graham als neue Verbindung für Amanda und Miles als Teil von Iris' neuem Leben. Für Iris ist zudem der Drehbuchautor Arthur wichtig. Diese Verteilung zählt: Der Film macht nicht jede Veränderung von einer neuen Liebe abhängig. Eine Freundschaft über Generationen hinweg eröffnet Iris einen anderen Maßstab für ihren Wert als die Frage, ob ein Mann sich für sie entscheidet.

Der Gegensatz beider Geschichten kann komisch sein, ohne die Frauen einander anzugleichen. Für die eine mag eine offene Unterhaltung der entscheidende Schritt sein, für die andere die Weigerung, einen alten Handel zu wiederholen. Der Reiz liegt im Abstand zwischen Wunschbild und Verhalten: Ein schönes geliehenes Haus ist sofort da. Eine andere Lebensweise braucht länger.

Was ein gemeinsamer Kinobesuch verändert

Weihnachtsfilme laufen zu Hause oft nebenbei. Man kennt ihren Weg und lässt Szenen vorbeiziehen, während anderes geschieht. Ein Kinobesuch kehrt diese Gewohnheit um. Pausen, Timing und Lachen werden wieder gemeinsam erlebt. Eine Pointe kann anders treffen, wenn der ganze Saal reagiert. Auch eine leise Enttäuschung bekommt Zeit vor dem nächsten Dialog.

Darin liegt ein konkreter Grund für diese Rückkehr. Meyers' Film nimmt sich Zeit für Innenräume, Gespräche und die kleinen Anpassungen zwischen Gästen und Gastgebern. Solche Details übersieht man leicht, wenn die Geschichte zum jährlichen Ritual geworden ist. Die Leinwand verändert nicht die Handlung. Sie kann aber die Aufmerksamkeit darauf zurückführen, wie diese Handlung gebaut ist.

Das Jubiläum lädt außerdem zu einer fairen Frage nach der Beständigkeit des Films ein. Vielleicht bleiben Häuser und Besetzung im Gedächtnis, weil sie Geborgenheit versprechen. Länger trägt auch ein komplizierter Wunsch: Einen Ort zu verlassen, kann Veränderung ermöglichen. Dennoch müssen die Figuren entscheiden, was sie nach Hause mitnehmen. Zwischen Flucht und Rückkehr bekommt die Weihnachtskulisse einen eigenen Sinn.

Der US-Kinoeinsatz beginnt laut ComingSoons Bericht über Sonys Ankündigung am 11. Dezember. Park Circus nennt einen früheren Termin für Großbritannien und Irland. Das sind regionale Programme, kein einheitlicher weltweiter Starttag. Wer den Film auswendig kennt, erhält vor allem eine neue Gelegenheit, den zwei verbundenen Geschichten ohne die üblichen Ablenkungen der Vertrautheit zuzusehen.

Quellen