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Mouthwashing wird verfilmt: Karyn Kusama übernimmt die Regie

Entwickler Wrong Organ bestätigt den Rechteerwerb durch Screen Gems. Matt Manfredi und Phil Hay schreiben die Verfilmung.

Ein Film über die Tulpar

Mouthwashing wird als Kinofilm bei Sony Pictures' Screen Gems entwickelt. Entwickler Wrong Organ und Publisher CRITICAL REFLEX bestätigten den Rechteerwerb in einer neuen Mitteilung und nannten Karyn Kusama als Regisseurin. Matt Manfredi und Phil Hay schreiben das Drehbuch. Scott Derrickson, C. Robert Cargill und Vince Cheng produzieren über Crooked Highway. Damit wechselt ein psychologisches Horrorspiel von der beschädigten Raumfrachtfähre Tulpar in ein anderes Medium. Die Mitteilung benennt das Kreativteam, aber weder Darsteller noch einen Kinostart. Für eine Adaption ist das bereits ein konkreter Ausgangspunkt: Wer für Drehbuch und Inszenierung verantwortlich sein soll, steht fest; wie der fertige Film aussehen wird, ist offen. Auch die zentrale künstlerische Aufgabe lässt sich aus der Prämisse erkennen. Eine festsitzende Crew in einem versagenden Schiff kann kaum räumlich ausweichen. Deshalb müssen Veränderungen von Vertrauen und Wahrnehmung genauso dringend wirken wie jede Bewegung durch die Gänge. Die Mitteilung des Teams bestätigt zudem den Horrorcharakter des Projekts; seine Genrezuordnung muss nicht aus Werbung erraten werden.

Wie das Publikum die Geschichte entdeckt

Die offizielle Spielbeschreibung gibt dem Film ein genaueres Problem als ein gestrandetes Raumschiff. Fünf Menschen teilen sich die Tulpar; Rettung ist ausgeschlossen, in sechs Monaten fällt der Strom aus, und die Nahrung geht früher zur Neige. Aus der Ich-Perspektive sucht man in der Umgebung nach Hinweisen und lebt gleichzeitig mit diesen Grenzen. Ein Film lässt nicht jeden Zuschauer selbst entscheiden, wohin er blickt. Der vorhandene Zeitdruck ordnet aber bereits das Drama: Jedes Gespräch über das Schiff betrifft auch die Frage, wer über die verbleibende Zeit bestimmt. Deshalb ist das Drehbuchteam wichtig. Matt Manfredi und Phil Hay schrieben The Invitation, bei dem Kusama Regie führte. Die erneute Zusammenarbeit verbindet Filmschaffende mit gemeinsamer Erfahrung für eine Geschichte, in der Angst aus Beziehungen entsteht. Entscheidend ist, wie sie das unsichere Wissen des Spiels auf ein Ensemble übertragen, in dem fünf Menschen dieselbe Krise unterschiedlich erzählen könnten.

Die Crew ist wichtiger als die Technik

Die Spielseite beschreibt mehr als einen beliebigen Absturz. Captain Curly ist nach der Katastrophe schwer verletzt, kann nicht sprechen und ist seiner Crew ausgeliefert. Darin steckt ein starker Konflikt für einen Film: Autorität bleibt sichtbar, doch der Mann, der sie ausübte, kann sich nicht erklären. Die anderen müssen mit den Folgen und miteinander leben, während die Vorräte schwinden. Die öffentliche Inhaltsangabe löst die Schuldfrage nicht auf. Sie macht sie zum Teil des Erlebnisses. Auch Kusamas früherer Film The Invitation bezog Spannung aus einem engen Treffen, bei dem soziale Verpflichtungen Menschen aneinanderbinden. Das sagt keinen Bildstil für Mouthwashing voraus. Es erklärt, warum eine Regisseurin mit Gespür für Unbehagen zwischen Menschen zu einem Schiff passt, dessen Gefahr nicht allein im technischen Versagen liegt. Die Tulpar ist auch ein Arbeitsplatz. Eine Befehlsordnung verschwindet nicht einfach, wenn sie nicht mehr funktioniert.

Eine Adaption braucht ihr eigenes Tempo

Wrong Organ nennt neben Kusama die Autoren Hay und Manfredi; Scott Derrickson, C. Robert Cargill und Vince Cheng produzieren über Crooked Highway. Die Kombination ist konkret: Ein mit der Regisseurin vertrautes Autorenteam trifft auf Produzenten mit Horrorerfahrung, und die Vorlage konzentriert sich auf fünf Eingeschlossene statt auf eine frei erkundbare Welt. Die Spielbeschreibung betont Isolation, Hunger und Misstrauen. Diese Beziehungen können beim Wechsel vom Spielen zum Zuschauen bestehen bleiben, auch wenn der Film Informationen in anderer Reihenfolge preisgibt. Wegen der Ich-Perspektive ist begrenztes Wissen schon Teil des Spiels. Im Kino entscheidet die Erzählung, wessen Bericht wir hören und wann. Darstellerleistungen lassen sich aus der Ankündigung noch nicht beurteilen. Ein klares Problem benennt sie trotzdem: Wie weist eine Crew Verantwortung zu, wenn Zeit, Vorräte und die eigene Erinnerung unter Druck stehen? Diese Frage gehört zu Mouthwashings Ausgangslage und nicht zu irgendeinem Raumschiff-Schreck. Gerade die knappen Vorräte geben dieser Frage Gewicht: Schuld ist hier keine abstrakte moralische Kategorie, sondern kann Entscheidungen über das Überleben der anderen beeinflussen.

Quellen