Ein mögliches neues Gesicht neben der Kreatur
Chase Sui Wonders verhandelt über eine Rolle in Goblin, der nicht jugendfreien Puppenkomödie von A24. Der Hollywood Reporter beschreibt laufende Gespräche; eine abgeschlossene Verpflichtung ist das noch nicht. David Mikalson schreibt und inszeniert den Film. Kenneth Branagh soll der Titelkreatur seine Stimme geben, Will Forte und Skyler Gisondo gehören ebenfalls zum Ensemble. Das Grundkonzept verbindet reale Darsteller mit einer physischen Puppe. Eine genaue Handlung oder Wonders' mögliche Rolle nennt der Bericht nicht. Trotzdem lässt sich der Nutzen einer weiteren Besetzung konkret beschreiben. Eine Komödie mit einer solchen Figur braucht Menschen, die ihre Anwesenheit auch in gewöhnlichen Begegnungen glaubwürdig machen. Durch ihre Reaktionen erfahren wir, ob die Kreatur seltsam, charmant oder störend wirkt. Wonders könnte eine weitere Figur spielen, über die der Film dieses Verhältnis bestimmt. Zunächst müssen aus den Verhandlungen allerdings noch verbindliche Zusagen werden. Ein Vertrag würde dem Film damit eine mögliche neue Beziehung hinzufügen und nicht bloß einen weiteren prominenten Namen.
Was die Menschen für einen Puppenfilm leisten
Goblin begann mit einer ungewöhnlich greifbaren Vorlage. Nach Deadlines erstem Bericht über den A24-Deal hatte David Mikalson bereits eigenes Geld für die Titelpuppe ausgegeben und drehte in Kentucky eine sehr kleine Version des Films. Sein Drehbuch machte in Hollywood die Runde. Der Autor und Regisseur absolvierte mehr als hundert Gespräche, bevor A24 eine größere Kinoproduktion finanzieren wollte. Das Projekt wurde als derbe Buddy-Komödie mit einer physischen Kreatur beschrieben. Damit stand die Puppe am Anfang der Idee; sie ist kein Effekt, den das Studio später hinzufügte. Kenneth Branaghs geplante Stimme muss nun zu einer Figur passen, in die Mikalson schon vor der größeren Finanzierung investiert hatte. Auch die neue Besetzungsnachricht gehört in eine klare Produktionsgeschichte: A24 unterstützt einen vorhandenen Ansatz, und jeder weitere Darsteller tritt in eine Komödie ein, deren zentrale Figur der Regisseur bereits gebaut hat.
Eine Altersfreigabe ist noch kein Humor
Wonders bringt eine nachvollziehbare Beziehung zur Komödie mit. In einem eigenen Gespräch mit Awards Radar über The Studio beschrieb sie lange Einstellungen, in denen die Darsteller das Timing gemeinsam herstellen mussten. Ein Schnitt konnte einen misslungenen Witz nicht einfach retten. Sie erzählte auch davon, in derselben Szene weinen und komisch sein zu müssen. Im Kino war sie bereits in der Horrorkomödie Bodies Bodies Bodies zu sehen. Eine Rolle in Goblin wäre also nicht ihre erste Begegnung mit Humor unter Bedrohung. Welche Figur sie hier verhandelt, ist damit nicht geklärt. Interessant wird die Verbindung aus einem konkreten Grund: Mikalsons Puppe braucht ein Zusammenspiel im realen Raum, während Wonders selbst erklärt hat, wie anspruchsvoll ein komischer Austausch mit anderen Darstellern ohne ständige Schnitte ist. Das sagt mehr aus, als sie nur als weiteren aufsteigenden Namen zu nennen. Ihre beschriebene Arbeitsweise trifft auf eine praktische Entscheidung, die diesen Film schon lange prägt.
Entscheidend wird das Zusammenspiel
Die älteren Berichte und die jetzigen Gespräche zeigen außerdem, wie das Ensemble um die Kreatur entsteht. Mikalson begann mit Puppe und Drehbuch. Branagh soll ihr die Stimme geben; Will Forte und Skyler Gisondo kamen als Darsteller hinzu. Wenn die Verhandlungen gelingen, ergänzt Wonders die menschliche Seite. Hier treffen eine markante Stimme, Komödienerfahrung und ein Regisseur aufeinander, der seine Idee schon vor dem A24-Vertrag mit einer selbst finanzierten Figur erprobte. Daraus entsteht eine Frage, die genau zu Goblin gehört: Können die Darsteller Mikalsons handgefertigte Titelfigur als Partner der Buddy-Geschichte ernst nehmen, die das Drehbuch verkaufte? Deadlines Bericht über den Deal erklärt, warum das zählt. A24 kaufte nicht nur eine Idee über einen Kobold. Das Studio stützte einen Filmschaffenden, der bereits Geld und Arbeit in eine konkrete Version dieser Figur gesteckt hatte. Die Gespräche mit Wonders sind ein weiterer Schritt auf dem Weg von diesem Puppenprojekt zu einem Ensemblefilm. Stimme und Körper entstehen getrennt. Die übrigen Darsteller müssen beides als dieselbe Figur anerkennen, damit aus dem Goblin mehr als ein Effekt wird.