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DCU-Batman: James Gunn erwartet baldiges Casting, besetzt ist die Rolle nicht

Im neuen offiziellen Podcast ordnet Gunn Batman altersmäßig nahe bei Superman ein. Die Rolle gehört zu DCs geplantem The Brave and the Bold, getrennt von Robert Pattinsons Filmen.

Ein Castingprozess, keine Besetzungsmeldung

James Gunn zufolge nähert sich DC Studios der Besetzung seines Batman, entschieden ist die Rolle aber noch nicht. Im neuen offiziellen Podcast The Suicide Squad: Is It Canon? erklärte er, die Wahl sei nicht mehr fern, und wies Behauptungen zurück, ein Batman für einen kommenden Auftritt stehe bereits fest. Außerdem sieht er Batman und David Corenswets Superman ungefähr im selben Alter: als Zeitgenossen und nicht als Helden verschiedener Generationen. TheWrap berichtete am 29. Oktober über die Aussagen.

Das ist eine nützliche Korrektur für eine Gerüchteküche, in der aus jedem Treffen und jeder Lücke im Startkalender schnell ein geheimer Vertrag wird. Gunn beschreibt die grobe Richtung der Suche, nicht ihren Sieger. Gerade bei einer der bekanntesten Filmfiguren wird jedes kleine Signal zur vermeintlichen Gewissheit aufgeblasen. Solange DC keinen Namen nennt, bleibt auch ein oft gehandelter Darsteller höchstens eine Möglichkeit. Neu ist die öffentliche Beschreibung der Rolle durch den Studioleiter.

Die zuerst angekündigte Vater-Sohn-Geschichte

DC stellte The Brave and the Bold als Film vor, der Batman und Robin in sein zusammenhängendes Filmuniversum bringen soll. Gunn nannte Damian Wayne, Bruce Waynes Sohn, als Robin im Zentrum und verwies auf Grant Morrisons Comics. DC stellte auch klar, dass es sich nicht um Robert Pattinsons Batman aus den Filmen von Matt Reeves handelt. Angekündigt war eine Vater-Sohn-Geschichte mit weiteren Mitgliedern der Bat-Familie, keine erneute Ursprungsgeschichte in Gotham. Später sagte Gunn, die Pläne hätten sich seit dieser Ankündigung geändert; was genau anders ist, erläuterte er nicht.

Falls DC an der angekündigten Damian-Idee festhält, ist Gunns Altersangabe interessanter als ein grober Castingrahmen. Batman könnte ungefähr so alt sein wie Superman und trotzdem Vater, erfahrener Verbrechensjäger und Mittelpunkt einer schwierigen Familie sein. Dafür bräuchte die Rolle mehr als eine eindrucksvolle Silhouette unter der Maske. Der Darsteller müsste Autorität, Ungeduld und Fürsorge glaubhaft gegenüber einem Sohn spielen, der für Gewalt ausgebildet wurde. Selbst wenn die Geschichte anders verläuft, zeigt diese Aufgabe, warum schauspielerische Eignung wichtiger ist als Debatten über Kinnpartie, Körpergröße oder frühere Actionrollen.

Die Wahl muss mehrere Beziehungen tragen

Gunns Wunsch nach dem besten Schauspieler für diese Rolle führt genau zu diesem Problem. Ein Star bringt sofort Aufmerksamkeit. Bekanntheit allein erklärt aber nicht, weshalb dieser Bruce Wayne in eine Welt mit Superman gehört. Sind beide ungefähr gleich alt, kann ihre Beziehung nicht bequem auf einen älteren Mentor und einen jüngeren Helden reduziert werden. Der eine tritt öffentlich als helles Symbol auf, der andere arbeitet eher mit Geheimhaltung und Furcht. Ihre spätere Freundschaft gewinnt erst dann Reibung, wenn diese verschiedenen Methoden Folgen haben.

Dazu kommt ein zweiter Balanceakt. Pattinsons Batman läuft in einer getrennten Filmreihe weiter. Das Publikum soll also zwei Realfilmversionen gleichzeitig akzeptieren. Das funktioniert, wenn beide Geschichten unterschiedliche Versprechen einlösen. Die Filme von Reeves setzen auf ein bestimmtes Gotham und eine detektivische Stimmung. Der geplante DCU-Film gehört dagegen zu einer gemeinsamen Welt und nicht zu dieser eigenständigen Krimisaga. Eine Besetzung kann den Unterschied andeuten. Drehbuch und Regie müssen ihn tragen, wenn das erste Werbebild längst vertraut geworden ist. Die Figur braucht eine eigene Identität, die über einen zweiten Darsteller unter der Maske hinausgeht.

Was die Aussage offenlässt

Die öffentliche Beschreibung verrät noch nicht jedes kreative Detail. Ein ähnliches Alter legt weder das genaue Alter eines Darstellers noch einen Kinotermin oder Batmans bisherige Zeit in Gotham fest. Gunn will auch jemanden mit einer kleinen früheren DC-Rolle nicht grundsätzlich ausschließen. Das ist für eine gute Darbietung nachvollziehbar: Ein überzeugender Batman bleibt Zuschauern stärker im Gedächtnis als jedes Gesicht im Hintergrund eines älteren Films. Daraus folgt allerdings keine konkrete Zusage an ein ehemaliges Castmitglied.

Der klare Stand lautet also: Die Suche kommt laut Gunn näher, einen bekanntgegebenen Darsteller gibt es nicht. Vielversprechend an seiner Beschreibung ist der Blick auf die Figur. Falls die Damian-Idee bestehen bleibt, kann Batman nicht nur über seine Ausrüstung erklärt werden; falls sie sich ändert, braucht er trotzdem eine eigene Rolle neben Superman. Die Besetzung wird der nächste greifbare Schritt. Wirklich interessant wird sie, wenn der Film dem Darsteller Raum für einen vielschichtigen Menschen gibt, statt nur ein bekanntes Kostüm zu füllen.

Quellen