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Crime Casters besetzt Charlotte Nicdao und David Wenham für Aunty-Donna-Film

Die australische True-Crime-Komödie stellt ein großes Ensemble um eine Journalistin vor, die einen Polizisten beim Beseitigen einer Leiche beobachtet.

Eine Journalistin stößt auf ein echtes Verbrechen

Charlotte Nicdao und David Wenham gehören neu zur Besetzung von Crime Casters. Die australische Komödie handelt von einer Journalistin, die bei der Arbeit an einem True-Crime-Podcast auf ein echtes Verbrechen stößt. Nicdao spielt Claire; ein Kinostart ist für 2027 geplant. Mit der größeren Besetzung wächst die Zahl der Menschen, die ihre Darstellung beeinflussen könnten. Ermittlungen bestehen nicht nur aus der Suche nach Beweisen. Claire muss auch entscheiden, wem sie vertraut, wessen Stimme sie aufnimmt und ob eine spannende Folge möglich ist, ohne aus dem Tod eines Menschen ein Spektakel zu machen.

Der Anfang enthält eine starke komische Umkehrung. Claire möchte eine Geschichte, die sich als Podcast verpacken lässt, und stößt auf ein Verbrechen, das sich nicht wie eine saubere Folge behandeln lässt. Die Geschichte bietet mehrere seltsame Spuren. Ihr Wert hängt davon ab, ob jede Claires Verständnis des Falls verändert. Das könnte bloß eine Sammlung verrückter Einfälle werden. Es könnte aber auch einen genauen Gedanken verfolgen: Sobald das Publikum erwartet, dass alles zu derselben Verschwörung gehört, sieht fast jedes seltsame Detail wie ein Hinweis aus. Der Film kann über die Mechanik von True Crime scherzen und Claire trotzdem einer echten Gefahr aussetzen.

Das Ensemble braucht eine Aufgabe

Die Besetzung vereint Darsteller, die besonders mit Komödien verbunden werden, und bekannte Gesichter aus dramatischen Rollen. Das kann helfen, die Kleinstadt wie einen bewohnten Ort wirken zu lassen und nicht wie eine Reihe von Gastauftritten. Ein bekanntes Gesicht kann den Ort größer wirken lassen. Allein aus der Besetzung lässt sich aber nicht ablesen, wem Claire vertrauen sollte. Die Ausgangslage verspricht bereits sehr unterschiedliche Reaktionen auf Claires Entdeckung. Einige Bewohner könnten ihr helfen, andere die Geschichte ausnutzen, wieder andere wären vielleicht lieber Teil einer Aufnahme, als einen Tod aufzuklären. Diese unterschiedlichen Reaktionen könnten das Rätsel fest im Leben des Ortes verankern.

Claires Tontechniker könnte zu einem wirksamen komischen Gegenpol werden. Sauberer Ton kann zur absurden Priorität werden, wenn die Menschen vor dem Mikrofon Angst haben oder nicht aufgenommen werden möchten. Während Claire eine immer gefährlichere Verschwörung überstehen muss, versucht er, sauberen Ton einzufangen. Die beruflichen Prioritäten prallen aufeinander, ohne dass jemand dafür dumm handeln müsste. Zugleich zeigt sich daran, wie das Medium Podcast die Ermittlungen verändert: Ein Mikrofon kann Vertrauen schaffen, aber Zeugen auch zu Auftritten verführen. Ist der Tontechniker mehr als ein Stichwortgeber, kann jede Aufnahmeentscheidung verändern, was Claire erfährt und was sie später veröffentlichen will.

Komik mit eigener Perspektive

Das Team muss die Balance finden, die jede Krimikomödie braucht. Wird die Gefahr zu groß, stören die Witze die Handlung. Wird sie zu klein, verkommt die Leiche zum beliebigen Gag. Claire kann den Ausweg bieten. Als Journalistin muss sie erst herausfinden, was passiert ist, bevor sie daraus eine befriedigende Geschichte macht. Je mehr unterhaltsame Ablenkungen der Ort liefert, desto schärfer wird die Frage, ob sie Beweisen folgt oder der Version, die den besseren Podcast ergibt. Ein gutes Drehbuch könnte diese Entscheidung zugleich komisch und unangenehm machen.

Ein Ort voller widersprechender Erzählungen ist ergiebiger als das bloße Versprechen einer großen Besetzung. Seine Menschen können Claires Version der Ereignisse in Frage stellen, bevor sie selbst weiß, welche Geschichte sie erzählen will. Die Besetzung eröffnet dabei eine komische Bandbreite von trockenem Unbehagen bis zur wilden Absurdität. Interessant an der Besetzungsmeldung ist die Verbindung von Talenten und Form: Viele Komiker spielen in einem Rätsel darüber, wie aus einem echten Schaden Unterhaltung wird. Bleiben Claires moralische Entscheidungen so lebendig wie die sonderbaren Menschen um sie herum, kann mehr daraus entstehen als noch ein Witz über Podcastmikrofone.

Wem gehört die Aufnahme?

Claires geplantes Format wirft außerdem eine Frage nach Zustimmung auf. In einer Kleinstadt sind Stimmen und Gesichter leicht zu erkennen. Ermittlungen können Menschen öffentlich machen, die nie Teil einer Unterhaltung sein wollten. Der Film muss dafür nicht auf Witze verzichten. Ein Zeuge könnte Claire unter vier Augen helfen und eine Aufnahme trotzdem verweigern. Ein komischer Streit über den Schnitt würde dann zur ernsten Entscheidung darüber, was die Öffentlichkeit hören darf. So bekäme die Komödie eine Verbindung zu dem Beruf, den ihre Hauptfigur selbst gewählt hat.

Quellen