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Kinostarts im November 2026: Elf Filme zwischen Godzilla und Almodóvar

Godzilla kehrt zurück, Haymitch bekommt seine Vorgeschichte und Cliff Booth einen neuen Regisseur. Elf Novemberfilme mit ihren jeweiligen Kinostarts und den Ideen, die sie interessant machen.

Kinostarts im November 2026: Elf Filme zwischen Godzilla und Almodóvar
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Elf Filme, elf verschiedene Gründe fürs Kino

Ein Monster kehrt zurück, eine junge Hexe entdeckt ihre Kräfte, und Hollywood blickt auf seine eigene Geschichte. Diese elf Novemberfilme versprechen sehr unterschiedliche Kinoerlebnisse.

Godzilla Minus Zero – 3. November in Japan; 6. November in Nordamerika

Godzilla Minus Zero startet am 3. November in Japan und am 6. November in Nordamerika. Takashi Yamazaki ist erneut für Drehbuch, Regie und visuelle Effekte verantwortlich. Zwei Jahre nach Minus One trifft die nächste Katastrophe ein Japan, das sich noch vom letzten Schlag erholt. Dieser Zeitpunkt ist als Ausgangspunkt interessanter, als einfach nur ein noch größeres Zerstörungsspektakel aufzubieten.

Was bedeutet Wiederaufbau, wenn alles erneut verloren gehen kann? Die zurückkehrende Familie Shikishima gibt dieser Frage ein menschliches Zentrum. Die Kampagne hebt zudem eigens für IMAX gestaltete Sequenzen hervor. Die Größe der Bilder zählt, aber ebenso der Raum, den die Menschen darin bekommen. Wer beim ersten Film vor allem mit den Überlebenden mitgefiebert hat, findet hier den entscheidenden Anknüpfungspunkt. Jahrzehnte Godzilla-Geschichte muss man dafür nicht nachholen; Minus One ist der passende Einstieg.

The Cat in the Hat – international ab 4. November; Nordamerika ab 6. November

The Cat in the Hat kommt am 6. November in nordamerikanische Kinos; der internationale Start beginnt bereits am 4. November. Bill Hader spricht den Kater in einem Animationsfilm von Erica Rivinoja und Alessandro Carloni. Seine Aufgabe: Gabby und Sebastian helfen, die mit dem Umzug in eine neue Stadt hadern. Auch sein magischer Hut steht auf dem Spiel.

Der reizvolle Gegensatz liegt zwischen dieser sehr vertrauten Kinderangst und einer Fantasie, die sich von gewöhnlichen Zimmerwänden nicht aufhalten lässt. Im Trailer wird der Versuch, die Geschwister aufzumuntern, zum Anlass für ausgelassene Bilder. Matt Berry, Quinta Brunson und Giancarlo Esposito gehören ebenfalls zum Sprechercast. Für Familien ist die Frage, ob das Chaos des Katers einen fremden Ort weniger beängstigend machen kann. Der Animationsfilm setzt die frühere Realverfilmung nicht fort; die muss niemand vorher ansehen.

I Play Rocky – ab 6. November in ausgewählten US-Kinos

I Play Rocky startet am 6. November in ausgewählten US-Kinos und läuft später im Monat breiter an. Peter Farrelly inszeniert Anthony Ippolito als jungen Sylvester Stallone. Der Kampf beginnt, bevor Rocky zum berühmten Film wird: Stallone will sein Drehbuch verfilmt sehen, besteht aber darauf, selbst die Hauptrolle zu spielen. Die Geschichte zu verkaufen und die Rolle abzugeben wären zwei sehr unterschiedliche Siege.

Damit ist der Film ein Begleiter zum Original und kein weiteres Kapitel über einen längst bekannten Boxer. Hier kämpft der Außenseiter darum, überhaupt vor die Kamera zu kommen. Matt Dillon und AnnaSophia Robb spielen ebenfalls mit; das Drehbuch stammt von Peter Gamble. Spannend ist der Gegensatz zwischen dem scheinbar vernünftigen Geschäft und der Entscheidung, die das Projekt erst zu Stallones eigenem macht. Der Start fällt ungefähr mit Rockys 50. Jubiläum zusammen, doch der eigentliche Reiz liegt im Wagnis hinter der Feier.

Ebenezer – ab 13. November in US-Kinos

Ebenezer startet am 13. November in US-Kinos. Johnny Depp spielt Scrooge in Ti Wests Fassung von A Christmas Carol; zum Ensemble gehören Rupert Grint, Andrea Riseborough, Daisy Ridley und Ian McKellen. Dickens liefert eine bekannte Struktur. Welche Atmosphäre daraus entsteht, ist damit noch längst nicht entschieden.

Scrooges Begegnungen können tröstlich, bedrohlich oder merkwürdig intim wirken – je nachdem, wie die Besucher und ihre Umgebung inszeniert werden. Welche Geistergeschichte findet West in einem Stoff, den fast alle schon kennen? Die aktuelle Kampagne verwendet schlicht den Titel Ebenezer; unter diesem Namen lohnt sich die Suche nach lokalen Vorstellungen. Eine Wahl für alle, die einen vertrauten Klassiker durch die Handschrift eines bestimmten Regisseurs neu entdecken möchten.

Bitter Christmas – 13. November in New York und Los Angeles; breiterer US-Start am 25. November

Bitter Christmas startet am 13. November in New York und Los Angeles und läuft ab dem 25. November breiter in den USA. Pedro Almodóvars Film war bereits in Spanien zu sehen; der November bringt also einen neuen US-Start, keine Weltpremiere. Zwei ineinander verwobene Geschichten verbinden eine Werbedirektorin im Jahr 2004 mit einem Filmemacher, der 2026 schreibt. Dazwischen liegt der heikle Übergang vom gelebten Leben zur erfundenen Geschichte. Bárbara Lennie und Leonardo Sbaraglia gehören zum Ensemble.

Trotz des Titels wartet hier keine gewöhnliche Weihnachtskomödie. Es geht um Kreativität und ihren emotionalen Preis, besonders darum, was geschieht, wenn ein Künstler aus dem Leben anderer schöpft. Wer bestimmt über die Bedeutung einer Erfahrung, sobald sie zur Geschichte geworden ist? Das macht den Film zum reizvollen Gegenstück zu I Play Rocky: Dort geht es darum, einen Film überhaupt zu ermöglichen; hier darum, was das Erzählen dem Leben entnimmt.

The Hunger Games: Sunrise on the Reaping – 20. November in Nordamerika

The Hunger Games: Sunrise on the Reaping kommt am 20. November in Nordamerika ins Kino. Francis Lawrence führt Regie, Joseph Zada spielt den jungen Haymitch. Die Geschichte setzt 24 Jahre vor The Hunger Games ein, bei der Auslosung der 50. Hungerspiele: dem zweiten Jubel-Jubiläum. Suzanne Collins' Roman eröffnet einen neuen Zugang zu Panems Vergangenheit.

Hier stellt sich nicht mehr die Frage, ob Panem grausam ist. Das System kennen wir; interessant ist, was es mit Menschen macht, bevor sie zu den Figuren werden, die wir später wiedererkennen. Die Kampagne betont außerdem, dass erstmals ein Film der Reihe für IMAX gedreht wurde. Das größere Bildformat ist eine Form der Präsentation, keine Zusage für ein einheitliches Bild in jeder Szene. Für Kenner der Reihe steht Haymitchs Vorgeschichte im Mittelpunkt. Neulingen gibt der erste Hunger-Games-Film hilfreichen Kontext für ihn und seine Welt.

Minotaurus – 5. November in Deutschland; 20. November in den USA und Kanada; 27. November in Großbritannien und Irland

Minotaurus startet am 5. November in Deutschland, am 20. November in den USA und Kanada sowie am 27. November in Großbritannien und Irland. Andrey Zvyagintsev, Regisseur von Leviathan und Loveless, begleitet den Geschäftsmann Gleb im Russland des Jahres 2022. Der Druck bei der Arbeit und zu Hause wächst, während die politische Lage immer unsicherer wird.

Das ist eine engere, bedrückendere Form von Bedrohung als die Monster und Zauberwelten des Monats. Wie lange kann jemand glauben, sein Privatleben unter Kontrolle zu haben, wenn die äußere Welt sich nicht daraus fernhalten lässt? Der Film verarbeitet Stoff aus Claude Chabrols The Unfaithful Wife in einem anderen gesellschaftlichen Umfeld. Diese Verbindung öffnet einen Zugang zur Ausgangslage, ohne den weiteren Verlauf zu verraten. Wer Spannung aus Verhalten, Macht und Beziehungen sucht, sollte ihn neben den großen Starts im Blick behalten.

Hexed – ab 25. November in US-Kinos

Hexed startet am 25. November in den USA. Disneys Animationsfilm folgt Billie, einem Teenager, dessen neu entdeckte Magie sie aus dem Vorstadtalltag nach Hexe führt, in eine Welt der Hexen. Hailee Steinfeld spricht Billie, Rashida Jones ihre vorsichtige Mutter Alice. Beide müssen sich der fremden Welt gemeinsam stellen. Regie führen Fawn Veerasunthorn und Jason Hand, Josie Trinidad ist Co-Regisseurin.

Die Filmemacher beschreiben die Magie als greifbar und von der Natur geprägt, statt jeden Zauber im gleichen Lichtblitz aufgehen zu lassen. Dieser Bildidee steht ein vertrauter Familienkonflikt gegenüber: Eine will voranstürmen, die andere Sicherheit schaffen. Auch Jodie Foster und Walton Goggins gehören zum Sprechercast. Wer einen Familienfilm sucht, findet im Mutter-Tochter-Gespann den deutlichsten Unterschied zur Mission des Katers am Monatsanfang. Beide Filme nutzen eine unmögliche Welt, um ein sehr alltägliches Gefühl zu erkunden.

Focker-In-Law – ab 25. November in US-Kinos

Focker-In-Law startet am 25. November in US-Kinos. Ben Stiller und Robert De Niro kehren zurück, doch das alte Misstrauen der Familie trifft nun die nächste Generation. Gregs erwachsener Sohn Henry, gespielt von Skyler Gisondo, will Olivia heiraten. Ariana Grande spielt die mögliche neue Verwandte, eine ehemalige FBI-Verhandlungsführerin bei Geiselnahmen. Greg misstraut ihr; Jack ist begeistert.

Diese Umkehr gibt dem Wiedersehen seinen Sinn. Greg erlebt nun selbst, wie jemand von außen in die Familie kommt – auf der anderen Seite des Machtgefälles, das er früher kannte. John Hamburg führt Regie, nachdem er an den früheren Meet-the-Parents-Filmen als Autor mitgearbeitet hatte. Owen Wilson, Teri Polo und Blythe Danner sind ebenfalls wieder dabei. Der Reiz liegt weiter in unangenehmer Familienkomik: Menschen, die alle anderen zu durchschauen glauben, lesen die Situation gründlich falsch.

All of a Sudden – ab 25. November in US-Kinos

All of a Sudden startet am 25. November in den USA, nachdem Ryusuke Hamaguchis Drama bereits in Frankreich und Japan zu sehen war. Im Mittelpunkt stehen Marie-Lou, gespielt von Virginie Efira, und Mari, gespielt von Tao Okamoto. Marie-Lou leitet eine Pflegeeinrichtung und will, dass Zuhören und Würde deren Arbeit bestimmen. Mari ist eine japanische Theaterregisseurin, die mit Krebs lebt. Ihre Freundschaft verbindet die Kämpfe der beiden Frauen.

Mit 196 Minuten verlangt der Film mehr Zeit als ein kurzer Kinoabend. Diese Länge gibt der Fürsorge Raum, zu einer Beziehung zu werden, statt bloß zu einem Problem, das jemand lösen muss. Hamaguchi inszenierte Drive My Car; auch diese Geschichte lädt dazu ein, Menschen beim Sprechen, Zuhören und Verändern durch ihre Begegnungen zu folgen. Im dicht gedrängten Startkalender voller Spektakel setzt der Film bewusst ein anderes Tempo.

The Further Mis-Adventures of Cliff Booth – IMAX ab 25. November; Netflix am 23. Dezember

The Further Mis-Adventures of Cliff Booth beginnt seinen angekündigten IMAX-Einsatz am 25. November; bei Netflix erscheint der Film am 23. Dezember. Welche Kinos ihn zeigen, hängt vom jeweiligen Markt ab. Brad Pitt kehrt als Cliff zurück, der 1977 in Los Angeles nun als Problemlöser arbeitet. Quentin Tarantino schrieb das Drehbuch, David Fincher führt Regie.

Genau diese Übergabe macht den Film interessant: Eine vertraute Figur gerät in die Hände eines anderen Regisseurs. Elizabeth Debicki, Scott Caan, Carla Gugino und Yahya Abdul-Mateen II gehören zum Ensemble. Cliffs Weg vom Stuntgeschäft zur Beseitigung von Hollywoods Problemen deutet auf eine Kriminalgeschichte statt auf eine bloße Wiederholung des früheren Films. Die Gelegenheit für die große Leinwand liegt im November; Netflix folgt im Dezember.

Für welches Kinoerlebnis lohnt sich die Zeit?

Die Entscheidung im November geht über die Frage hinaus, welche Fortsetzung man sehen will. Man kann Überlebende durch die nächste Katastrophe begleiten, einem Film bei seinem Kampf um die eigene Entstehung zusehen oder mehr als drei Stunden mit zwei Frauen verbringen, die einander zuzuhören lernen. Entscheidend ist, für welche Art Kinoerlebnis man sich Zeit nehmen möchte.

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