Jemand ist wieder zu Hause, also müsste das Warten vorbei sein. Deathdream beginnt dort, wo dieser beruhigende Satz nicht mehr genügt. Bob Clarks Film von 1974 überträgt das Prinzip von The Monkey’s Paw auf die Rückkehr eines Soldaten aus Vietnam. Mit dem Menschen kommt nicht automatisch das erinnerte Leben zurück.
Das ist stärker, als Krieg bloß zur Erklärung eines unheimlichen Fremden zu benutzen. Der Heimkehrer gehört bereits in dieses Haus. Zuneigung, gemeinsame Geschichte und Erwartungen sind vorhanden, bevor jemand auf die Veränderung reagieren kann.
Ein Wunsch verhindert das Erkennen
Einen Menschen zurückzuwünschen ist verständlich. Schwierig wird es, wenn daraus ein festes Bild seines späteren Verhaltens entsteht. Familiäre Liebe trägt dann eine unausgesprochene Forderung: Es soll sich wieder wie vor der Trennung anfühlen.
Der Horror verleiht diesem Anspruch einen körperlichen Widerspruch. Die Rückkehr erfüllt den Wunsch, ihre Folgen passen jedoch nicht zur erhofften Gefühlsordnung. Was eine Wunde schließen sollte, legt den Unterschied zwischen äußerer Anwesenheit und tatsächlicher Wiederherstellung offen.
Die Haustür beendet keinen Krieg
Ein Zuhause gilt oft als Gegenwelt zum Schlachtfeld. Hier bleibt dieser Gegensatz unsicher. Eine vertraute Adresse macht Erfahrungen nicht ungeschehen, indem sie sie hinter eine Tür verlegt. Die Grenze zwischen militärischer Gewalt und zivilem Alltag ist weniger vollständig, als ein Heimkehrerfoto vermuten lässt.
Das darf nicht bedeuten, reale Veteranen zu Horrorfiguren zu erklären. Die Metapher einer übernatürlichen Geschichte ist von einem Urteil über wirkliche Menschen zu unterscheiden. Unter Druck stehen hier die Erwartungen an die Rückkehr, besonders der Wunsch, sich daheim nicht mit dem Inhalt der Abwesenheit befassen zu müssen.
Ein Mensch ist kein wiederhergestellter Zustand
Die Verbindung zu The Monkey’s Paw zählt, weil ein erfüllter Wunsch keine reparierte Welt garantiert. Seine wörtliche Erfüllung kann zeigen, wie wenig jemand die Folgen bedacht hat.
Deathdream macht das schmerzhaft häuslich. Eine Familie kann jemanden aufrichtig willkommen heißen und trotzdem nicht bereit sein, ihn klar zu sehen. Einen Menschen zurückzubekommen und jetzt für ihn sorgen zu können sind verschiedene Dinge.